Verlegung des Bahnhofes in Ortsmitte möglich 

Bahnhof Malsfeld wurde neu überdacht 

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Neue Überdachung: Das Treppenhaus des Malsfelder Bahnhofes ist saniert worden. Die Bauarbeiten fanden im Zuge der Modernisierung der Deutschen Bahn statt. 

Das Treppenhaus des Malsfelder Bahnhofes ist neu überdacht worden – die Bauarbeiten dafür fanden bereits vor einigen Wochen statt. Ein Wetterschutzhäuschen soll noch folgen.

Die Bauarbeiten wurden von der Deutschen Bahn vorgenommen und gehören zum Gesamtkonzept der Modernisierungsmaßnahmen der Bahn. „Die Kosten sind bereits im Gesamtkonzept zur Modernisierung aller betroffenen Bahnhöfe berücksichtigt“, heißt es von einem Sprecher der Deutschen Bahn. Genauere Angaben zum Kostenumfang wurden auf Anfrage nicht weiter genannt.

Die neue Treppenüberdachung ist als dauerhafte Lösung zu sehen, bis endgültig über die Zukunft des Malsfelder Bahnhofes entschieden ist. Die alte Behausung war marode. Die Verkehrssicherheit für Personen konnte auch nicht mehr gewährleistet werden. „Deshalb musste bereits jetzt gehandelt werden“, heißt es weiter von der Bahn.

Bahnhof Malsfeld - Verlegung ist möglich

Seit vielen Jahren beraten Parlament und Bahn schon über eine mögliche Verlegung des Bahnhofes in die Ortsmitte oder über eine Sanierung. 2014 gab die Gemeinde dafür bereits eine Studie in Auftrag, die diese Ideen auf ihre Umsetzung überprüfen sollte. 

Hintergrund ist, dass der über 100 Jahre alte Malsfelder Bahnhof mehr als sanierungsbedürftig ist, wie Malsfeld Bürgermeister Herbert Vaupel auf Anfrage der HNA erklärt. „Die alte und nicht barrierefreie Unterführung wäre von Sanierungsarbeiten, die mit 1,9 Millionen Euro veranschlagt waren, aber nicht betroffen“, erläutert Vaupel. Genau wie der Vorplatz des Bahnhofes. 

Ein Personenaufzug oder eine Rampe über den Bahngleisen wäre womöglich mit einem noch größeren Aufwand verbunden als einer Verlegung des Bahnhaltepunktes, sagt Vaupel. Die Kosten müsste nach jetzigem Stand die Gemeinde tragen. Deshalb bevorzuge er nach wie vor eine Verlegung der Haltestelle in die Ortsmitte. Auch die Bahn und der NVV würden diese Variante bevorzugen.

„Durch die Verlegung der Haltestelle würde die Gemeinde auch an Attraktivität gewinnen“, sagt Vaupel. Die stündlich haltende Cantus-Bahn sei für viele Malsfelder eines der wichtigsten Verkehrsmittel im Ort. Mit der Verlegung in die Ortsmitte wäre der Bahnhof in Zukunft auch leichter zu Fuß zu erreichen. Die Gemeindevertreter hatten bereits 2016 eine Grundsatzentscheidung zur Verlegung des Bahnhofes beschlossen.

Förderprogramm könnte helfen 

Seither sind keine weiteren Entscheidungen getroffen worden. Eine weitere Möglichkeit wäre eine Finanzierung durch das Förderprogramm „Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung“ (LuFV) der Bahn, das die uneingeschränkte Nutzung zu den Schienenwegen des Bundes erhalten soll. Mit dem Programm wäre eine Fördermöglichkeit mit bis zu 100 Prozent möglich, erklärt Vaupel. Die Voraussetzungen für das Programm seien allerdings noch nicht klar definiert. „Wir hoffen, dass Malsfeld auf die Prioritätenliste kommt“, sagt er.

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