Giftige Dämpfe in Halle - Keine Verletzten

Gefahrguteinsatz: Batteriesäure läuft bei Logistiker in Ostheim aus

 Feuerwehrmann Schutzanzug Gefahrgut ABC-Anzug Atemschutz
+
Gut geschützt: Die Feuerleute mussten mit speziellem Schutz in der Halle arbeiten. Dort war eine große Batterie umgekippt und giftige Säure ausgelaufen.

In Ostheim ist es zu einem Unfall mit giftiger Batteriesäure gekommen. Menschen wurden bei dem Gefahrgutunfall auf dem Gelände eines Logistikers nicht verletzt.

Malsfeld – Das Unglück ereignete sich laut Feuerwehr bei Verladearbeiten in einer Halle eines Logistikunternehmens im Gewerbegebiet Mittleres Fuldatal. Am Dienstag gegen 20 Uhr kippte eine 1,5 Tonnen schwere Batterie um. Aus der 90 Liter fassenden Batterie liefen etwa 60 Liter Schwefelwasserstoff (Batteriesäure) aus. Eine Fläche von etwa fünf Quadratmetern wurde mit der hochgiftigen und ätzenden Säure kontaminiert.

In der Halle wurde nach dem Unfall sofort Alarm ausgelöst und die Arbeiten eingestellt. Die Halle wurde evakuiert, die mehr als 90 Mitarbeiter begaben sich nach Angaben der Feuerwehr unverzüglich zu festgelegten Sammelpunkten außerhalb der Halle.

Auch die Feuerwehren wurden sofort alarmiert. Passiert ist der Unfall, wie ein Firmensprecher mitteilt, vermutlich bei Arbeiten mit einem Gabelstapler. Der Staplerfahrer und alle anderen Mitarbeiter blieben unverletzt. Ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften, ein Rettungswagen und die Polizei waren an er Unfallstelle. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Malsfeld, der Gefahrstoffzug der Feuerwehr Melsungen und die Feuerwehr Guxhagen mit einem Messfahrzeug.

Alle Feuerwehrleute mussten dekontaminiert werden.

Feuerwehrleute streuten in der Halle ein spezielles Bindemittel für Chemikalien auf die Säure. Sie waren mit schwerem Atemschutzgerät für den giftigen Gasen geschützt. Vor dem Eingang zur Halle hatten die Feuerwehrleute einen Dekontaminationsplatz eingerichtet. Die Einsatzkleidung wurde dort mit Wasser gereinigt. Dann musste sie luftdicht verpackt werden. Nachdem die ausgelaufene Säure gebunden war, wurde die umgefallene und defekte Batterie aufgerichtet und stabilisiert.

Anschließend wurde gemessen: Da die ausgelaufene Säure schwerer als Luft ist, musste sie mit mehreren Hochdrucklüftern aus der Halle geblasen werden. Die eingebaute Hallenbelüftung war wirkungslos.

Erst nach Mitternacht war die Konzentration der gefährlichen Atemgifte im Halleninneren soweit gesunken, dass keine Gesundheitsgefahr mehr bestand und die Feuerwehren gegen 0.30 Uhr abrücken und die Firmenmitarbeiter wieder gefahrlos an ihre Arbeitsplätze zurückkehren konnten.

Die Höhe des Schadens ist noch unbekannt. Glücklicherweise ist kein Mensch zu Schaden gekommen und auch Umweltschäden gibt es nicht. (Von Helmut Wenderoth)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.