Behelfsbrücke bei Beiseförth muss weg

Gute Dienste geleistet: Die Pontonbrücke bei Beiseförth über die Fulda wird am Wochenende vom Technischen Hilfswerk abgebaut. Im Bild links Lothar Baum und Björn Fuhrmann auf der Brücke. Archivfoto: Grugel

Beiseförth. Die Behelfsbrücke über die Fulda bei Beiseförth wird am Freitag und Samstag abgebaut. Das teilten jetzt Hessen Mobil und die Gemeinde Malsfeld mit.

Die Brücke stand seit Mai Fahrradfahrern und Fußgängern zur Verfügung. Ohne die Brücke gibt es keine direkte Verbindung mehr zum Sportplatz, zum Freizeitgelände, zur Gastronomie und zum Campingplatz. Statt weniger Hundert Meter müssen die Beiseförther künftig drei bis fünf Kilometer über Binsförth oder Malsfeld zurücklegen.

Die 1,75 Meter breite Pontonbrücke war vom Technischen Hilfswerk im Auftrag des Schwalm-Eder-Kreises errichtet worden. Der Betrieb der Brücke war nur bis Anfang November genehmigt worden. Die Pontonbrücke über die Fulda bei Beiseförth wird daher am Wochenende abgebaut. Zum Verdruss der Gemeinde. Aber aus Sicherheitsgründen gibt es keine verlängerte Betriebserlaubnis.

Die Gemeinde Malsfeld und der Schwalm-Eder-Kreis hatten sich zuvor um die Verlängerung der Genehmigung für den Weiterbetrieb der Pontonbrücke bemüht. Auch die dafür notwendigen Kosten wurden bereits grob ermittelt. Die Brücke diente während der zurückliegenden Sommermonate Fußgängern und Radlern als ortsnahe Fuldaquerung und wurde sehr gut angenommen, sagt Malsfelds Bürgermeister Herbert Vaupel.

Sicherheit nicht gewährleistet

Ein Weiterbetrieb der Brücke über die Wintermonate bis ins späte Frühjahr 2016 hätte aber eine mittlere fünfstellige Summe gekostet, sagt Vaupel. Es wäre eine Stabilisierung notwendig gewesen, durch die verlängerte Bereitstellung wären Kosten angefallen und die Räum- und Streuarbeiten hätten übernommen werden müssen.

Die Verlängerung wurde jedoch primär von Hessen Mobil, der zuständigen Fachbehörde, abgelehnt - unter Verweis auf die beginnende Hochwasserzeit und die damit verbundenen erheblichen Risiken für die Sicherheit und den Betrieb der Brücke durch hohen Wasserstand, erhöhte Fließgeschwindigkeit der Fulda, Schwemmgut und Eisgang.

„Wir hätten unseren Einwohnern die Brücke gerne länger zur Verfügung gestellt“, sagt Vaupel. Alternativ wurde auch die Errichtung eines Fußgängerschutzganges auf dem noch nicht fertigen neuen Brückenbauwerk geprüft. Eine Tunnellösung wäre aber viel zu teuer geworden. Behelfslösungen wie einen Bauzaun - ein Geländer gibt es noch nicht - hatte Hessen Mobil aus Sicherheitsgründen aber ebenfalls abgelehnt.

Neue Brücke im Juli fertig 

„Den Sicherheitsbedenken folgen wir natürlich“, sagt Vaupel. Diese müsse immer vorgehen und gewährleistet sein. Der Schwalm-Eder-Kreis und Hessen Mobil bitten um Verständnis für diese Entscheidung. Der Bau der 81,50 Meter langen neuen Fuldabrücke liege gut im Zeitplan. Sollten es die Witterungsbedingungen zulassen, ist geplant, den Brückenüberbau noch im Dezember zu betonieren, teilt Hessen Mobil mit. Die Abdichtung der Brücke, die Brückenkappen und die Geländer würden erst im kommenden Jahr hergestellt, daher sei es nicht möglich, das Bauwerk bereits früher zu begehen. Die neue Fuldabrücke soll voraussichtlich Anfang Juli für den Verkehr freigegeben werden.

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