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Anwohner an der Brunnenstraße in Beiseförth fürchten um Kinder

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Von: Fabian Becker

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Sieht eine Gefährdung: Anwohner Hans-Jörg Blösing zeigt den abgesenkten Bordstein an der Brunnenstraße in Beiseförth.
Sieht eine Gefährdung: Anwohner Hans-Jörg Blösing zeigt den abgesenkten Bordstein an der Brunnenstraße in Beiseförth. © Fabian Becker

Hans-Jörg Blösing fühlt sich auf dem Gehweg an der Brunnenstraße gefährdet. „Zu den Hauptverkehrszeiten ist es besonders schlimm“, sagt der Anwohner.

Beiseförth – Der Gehweg hat einen abgesenkten Bordstein, da die Straße so eng ist, dass entgegenkommende Fahrzeuge diesen häufig zum Ausweichen brauchen. „Dabei sind sie oft zu schnell unterwegs.“ Erlaubt sind 30 km/h.

Die Fahrzeuge nehmen keine Rücksicht auf Fußgänger, sagt Blösing. „Schon ein paar Mal musste ich zu Seite springen, um einem Auto auf dem Gehweg auszuweichen.“ Besonders eng werde es, wenn Landmaschinen und Lastwagen auf der Straße fahren.

„Als der Autobahnzubringer gebaut wurde, sollte das die Situation eigentlich entspannen, aber es ist noch schlimme geworden.“ Besser sei es, einer der beteiligten Fahrer eines Ausweichmanövers hielte an, doch das sei oft nicht der Fall.

Seine Nachbarn sorgten sich um ihre Kinder. „Einer überlegt sogar, sein Grundstück zur Straße hin zu zu machen, weil er Angst hat“, sagt der Anwohner. Auf der

Wurde beschädigt: Der Zaun soll durch Fahrzeuge beschädigt worden sein.
Wurde beschädigt: Der Zaun soll durch Fahrzeuge beschädigt worden sein. © Fabian Becker

anderen Straßenseite sei der Zaun eines anderen Nachbarn bereits häufiger bei Ausweichmanöver beschädigt worden. „Der hat es mittlerweile aufgegeben, den Zaun zu reparieren.“

Bis vergangenen August habe es regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen gegeben. „Ich verstehe nicht, warum das Ordnungsamt nichts mehr macht“, sagt Blösing. „Wir durften die Geschwindigkeit nicht messen, da das Land Hessen den Einsatz der von uns eingesetzten Kamera per Erlass verboten hat“, sagt Frank Werner, Leiter des Melsunger Ordnungsamts, das auch für Beiseförth zuständig ist.

Wegen dieses Verbotes sei eine neue Kamera angeschafft worden. „Da viele Kommunen und auch die Polizei betroffen waren und neue Kameras kaufen mussten, hat die Auslieferung der Kamera sehr lange gedauert.“ Die neue Kamera habe ein anderes System, sodass alle Messplätze geprüft werden müssten, ob ein Einsatz möglich ist. „Da spielen unter anderem Straßenverhältnisse, Straßenverläufe, Messtechnikgrenzen und rechtliche Vorgaben eine Rolle.“

Ein fester Blitzer könne nicht errichtet werden, da die rechtlichen Vorgaben durch den hessischen Erlass nicht gegeben seien. „Zu den Vorgaben gehört beispielsweise, ob es vor Ort eine hohe Lärmbelästigung gibt und ob dort ein Unfallschwerpunkt ist“, sagt Werner. Das sei auf der Brunnenstraße aber nicht der Fall.

Außer der Geschwindigkeitskontrolle könnten auch Umbauten helfen. „Wegen der engen Straßenverhältnisse gibt es dort nicht viel Spielraum“, sagt der Ordnungsamtsleiter. (Fabian Becker)

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