Entscheidung fällt am 26. September

Bürgermeisterwahl in Malsfeld: Stellen Sie Ihre Fragen an die Kandidaten

Rathaus Malsfeld
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Der Arbeitsplatz des künftigen Malsfelder Bürgermeisters: Wer ins Rathaus einzieht, entscheiden die Wähler am 26. September.

Die Bürgermeisterwahl in Malsfeld rückt näher. Wir stellen einige wichtige Themen aus der Gemeinde vor - und geben Ihnen, liebe Leser, die Möglichkeit, ihre Fragen an die drei Bürgermeisterkandidaten zu stellen.

Malsfeld – Wer wird neuer Bürgermeister in Malsfeld? Das entscheidet sich am Sonntag, 26. September. Die Malsfelder haben die Wahl zwischen drei Kandidaten: Bernd Grünhaupt (GL), Michael Hanke (SPD) und André Teumer-Weißenborn (CDU). Wir geben einen Überblick, welche Themen die Malsfelder – und damit auch den künftigen Rathauschef – in den kommenden Jahren beschäftigen werden.

Verkehr
Die Verkehrsbelastung bleibt ein Thema, das viele Malsfelder umtreibt. Das 2019 von den Gemeindevertretern beschlossene Verkehrskonzept sieht einen Ringverkehr für Lastwagen rund um Malsfeld vor sowie eine neue Einbahnstraßenregelung auf der Brunnenstraße und dem Mühlenweg in Beiseförth. Diese Lösung ist aber umstritten. Eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung des Konzepts, nämlich der Kauf der alten Bahntrasse, ist mittlerweile erfolgt.

Gewerbe
Die Erweiterung der Firma Schumacher im Ortsteil Beiseförth hat für Konflikte mit Anwohnern gesorgt. Dieses Thema wird auch den künftigen Bürgermeister wohl weiter beschäftigen – ebenso wie das bei Ostheim angesiedelte Interkommunale Gewerbegebiet Mittleres Fuldatal. Malsfeld profitiert von den Gewerbesteuereinnahmen, doch gleichzeitig trägt das Gewerbegebiet zur hohen Verkehrsbelastung in den umliegenden Ortsteilen bei.

Wohnen
Die Nachfrage nach Bauplätzen in Malsfeld ist groß – ihr gerecht zu werden, wird eine Aufgabe des neuen Bürgermeisters sein. Zwar sind bereits neue Baugebiete in Planung (HNA berichtete), doch damit können nicht alle Interessenten bedient werden. Allerdings darf die Gemeinde laut Regionalplan nur begrenzt Neubaugebiete ausweisen. Malsfeld muss also auch auf Innenverdichtung setzen – also zum Beispiel innerörtliche Baulücken schließen und Anreize für den Kauf von Bestandsimmobilien schaffen.

Kinderbetreuung
Wenn Familien in die Neubaugebiete ziehen, könnte auch der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen weiter steigen. Dann stellt sich die Frage, ob und wo in Malsfeld eine neue Kindertagesstätte gebaut werden soll. Der bestehende Kindergarten in Malsfeld wird mit dem derzeit laufenden Ausbau zu einer sehr großen Einrichtung mit 168 Plätzen – eine erneute Erweiterung ist also unwahrscheinlich. Darüber hinaus gibt es in Malsfeld bislang noch eine weitere Kita: das Schwalbennest in Sipperhausen.

Finanzen
Für den Amtsnachfolger von Bürgermeister Herbert Vaupel ist das eine angenehme Ausgangslage: Die Haushaltssituation in Malsfeld ist komfortabel. Im Haushaltsplan für 2021 rechnet die Gemeinde mit einem Überschuss von etwas mehr als 20 000 Euro. Die Straßenbeiträge sind rückwirkend zum 1. Januar 2018 abgeschafft worden – das hatten die Gemeindevertreter im Februar 2021 beschlossen. Trotzdem sind, zumindest bislang, weder die Grund- noch die Gewerbesteuern erhöht worden.

Leser fragen, Kandidaten antworten
Coronabedingt verzichten wir auf einen klassischen Lesertreff zu den Bürgermeisterwahlen. Trotzdem wollen wir den drei Kontrahenten in Malsfeld auf den Zahn fühlen und auch Ihnen, liebe Leser, die Gelegenheit geben, Ihre Fragen an die Kandidaten zu stellen. Dazu veranstalten wir einen digitalen Lesertreff in Form einer Videokonferenz. Schicken Sie uns Ihre Fragen an Bernd Grünhaupt, Michael Hanke und André Teumer-Weißenborn per E-Mail an melsungen@hna.de oder per Post an die Melsunger Allgemeine, Brückenstraße 6, 34212 Melsungen.

Alle Zuschriften, die bis Montag, 6. September, 13 Uhr vorliegen, werden berücksichtigt. Die HNA-Redakteure Judith Féaux de Lacroix und Damai D. Dewert werden den Kandidaten Ihre Fragen stellen – auf Wunsch auch anonym. Die Antworten lesen Sie am Mittwoch, 7. September in der Melsunger Allgemeinen. Ab diesem Zeitpunkt können Sie den Mitschnitt der Diskussion mit den Kandidaten zudem im Internet ansehen.

Geht für die GL ins Rennen: Bernd Grünhaupt.
Tritt für die SPD an: Michael Hanke.
Kandidiert für die CDU: André Teumer-Weißenborn.

Briefwahl ist gefragt
Von den 3237 Wahlberechtigten in Malsfeld haben sich bisher knapp 1000 für Briefwahl entschieden. Zum Vergleich: Bei der Bürgermeisterwahl 2016 gab es insgesamt nur 618 Briefwähler. Das Interesse an der Briefwahl sei wohl coronabedingt gestiegen, sagt Hauptamtsleiter Stefan Schnaudt. Am 26. September sind sieben Wahllokale für die Malsfelder geöffnet.  (Judith Féaux de Lacroix)

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