Idee für Nutzung

Beiseförther wünschen sich Radweg auf der alten Kanonenbahntrasse

Imposantes Bauwerk: Alte Bahnviadukte wie dieses gibt es viele im Beisetal. Ein Radweg, der über diese Brücken führt, ist der Traum von Thomas Siemon und seiner Frau Jutta Baumgartner aus Beiseförth.
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Imposantes Bauwerk: Alte Bahnviadukte wie dieses gibt es viele im Beisetal. Ein Radweg, der über diese Brücken führt, ist der Traum von Thomas Siemon und seiner Frau Jutta Baumgartner aus Beiseförth.

Wer durchs Beisetal fährt, kann sie nicht übersehen: die mächtigen Viadukte der ehemaligen Kanonenbahn. Ginge es nach Thomas Siemon (55) und Jutta Baumgartner (57) aus Beiseförth, dann könnten Radfahrer nicht nur den Blick auf, sondern auch den Ausblick von diesen historischen Bauwerken genießen.

Beiseförth / Niederbeisheim – Ihr Traum ist, dass ein Fahrradweg auf der ehemaligen Kanonenbahntrasse angelegt wird. Dafür wollen die Beiseförther werben.

„Die Idee gibt es schon seit einigen Jahren“, sagt Jutta Baumgartner. Doch verwirklicht wurde sie bislang nicht. „Die alten Viadukte herzurichten, kostet natürlich Geld“, räumt Thomas Siemon ein. Aber der Aufwand würde sich aus Sicht des Ehepaars lohnen: „Man hätte eine tolle, ebene Radstrecke von Spangenberg bis nach Homberg.“ Derzeit führt der Radweg R 5 über die Kreisstraße zwischen Beiseförth und Niederbeisheim. „Die Strecke ist schön, aber für Radfahrer auch gefährlich“, sagt Baumgartner. Auf der ehemaligen Kanonenbahntrasse könnte man hingegen fernab vom Autoverkehr radeln – und hätte zugleich einen tollen Ausblick.

Zudem liegen an der Strecke interessante Ausflugsziele wie das Bienenmuseum in Niederbeisheim, sagt Baumgartner.

Auch Timo Nedowlatschil unterstützt die Idee: „Ich fände es klasse, wenn dieser Radweg realisiert würde und so mehr Tourismus in die Region käme.“ Der 55-Jährige hat das ehemalige Bahnhofsgebäude in Niederbeisheim liebevoll hergerichtet und vermietet es – natürlich in Nicht-Coronazeiten – an Übernachtungsgäste. Die Unterkunft liegt direkt an der ehemaligen Kanonenbahntrasse und damit an dem potenziellen Radweg.

Völlig utopisch ist die Idee eines Kanonenbahn-Radwegs nicht. Das zeigt die Antwort von Hessen Mobil auf eine Anfrage von Thomas Siemon zu diesem Thema: Der Schwalm-Eder-Kreis habe vom Land Hessen eine Fördergeldzusage für eine Radwegeanalyse für einen Abschnitt des hessischen Radfernweges R 5 erhalten, teilt Hessen Mobil-Sprecher Marco Lingemann mit.

Bei dieser Untersuchung würden verschiedene Varianten für den Verlauf des R 5 zwischen Borken, Homberg, Knüllwald und Malsfeld geprüft. „Für die Führung der Radroute bieten sich Teile der stillgelegten Kanonenbahn unter anderem zwischen Malsfeld und Niederbeisheim an“, so Lingemann.

Siemon und Baumgartner haben sich mit ihrem Vorschlag auch schon an den Landrat gewandt, bislang aber noch keine Antwort erhalten. Sie wollen ihre Idee nun möglichst breit streuen – damit ihr Traum vielleicht eines Tages wirklich wahr wird. (Judith Féaux De Lacroix)

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