Dirty Church Run Beiseförth: Mehr als 200 Teilnehmer

Witziges Schotten-Outfit: von links Robert Kühn, Sabine Kühn und Oliver Mühlenbruch waren extra aus Kriftel am Taunus zum Dirty Church Run angereist. Foto: Schmidt

Beiseförth. Sich sportlich herausfordern, dabei richtig dreckig werden und das für einen guten Zweck. Das war das Ziel der Läufer beim Dirty Church Runs in Beiseförth.

Um Spenden für die dringend benötigte Sanierung der Kirche zu sammeln, kletterten sie schlammige Hügel hoch, durchquerten die Fulda und die Beise und sprangen durch Schlammlöcher.

Allein durch die Startgebühr kamen etwa 4600 Euro zusammen, weitere Spenden wurden durch den Verkauf von T-Shirts und die Unterstützung der Sponsoren gesammelt.

„Um Spenden zu sammeln, wollten wir etwas Besonderes veranstalten, was auch Leute anspricht, die nicht auf Gemeindefeste gehen“, sagte Pfarrer Henning Reinhardt. Und dies ist ihnen mit dem Dirty Church Run geglückt. Insgesamt 205 Teilnehmer hatten sich für den herausfordernden Lauf angemeldet und zeigten ihre Fähigkeiten an unterschiedlichen Stationen auf ihrem Weg durch Beiseförth.

Im Vorfeld der Veranstaltung hatten die Organisatoren viel Werbung über soziale Netzwerke gemacht und so kamen manche Teilnehmer sogar von weiter her. Dazu zählten beispielsweise Robert und Sabine Kühn und Oliver Mühlenbruch aus Kriftel am Taunus. Die drei nehmen häufiger an sogenannten Dirty Runs wie dem Strongman oder dem Fisherman’s Friend teil.

Durch Verwandte in Nausis hatten sie von dem Beiseförther Run gehört und sich auch sofort angemeldet: „Für einen guten Zweck dreckig werden lohnt sich doch“, sagte Mühlenbruch. Im Schottenoutfit traten sie den Lauf an. „Das Wichtigste dabei ist ja der Spaß“, sagte Robert Kühn. Besonders beeindruckt waren sie von dem gut organisierten Aufbau: „Der Gottesdienst vor dem Lauf war eine sehr schöne Idee und eine gute Verbindung des Anlasses und der Veranstaltung“, sagte Sabine Kühn. Gespannt warteten alle drei auf den Start und den Aufbau der Strecke und freuten sich auf die Herausforderung.

Wer sich nicht durch den Matsch wühlen, aber trotzdem etwas Gutes für die Kirche tun wollte, konnte am Jedermann-Lauf teilnehmen. Über 70 Kinder und einige Erwachsene stellten sich dem Lauf vom Sportplatz bis zur Kirche und zurück. Mit insgesamt neun Runden, etwa 16 Kilometern, lief Till Steuber am weitesten.

Motiviert wurden die Kinder nicht nur durch die Gold-Medaillen, die die Kinder erhielten, wenn sie drei Runden schafften, sondern auch die Möglichkeit, mit der Rundenzahl Spenden zu sammeln. So sponserte beispielsweise Daniel Siemon seinen Sohn Noah. Für jede Runde, die er schaffte, gab es zehn Euro für den Spendentopf und Noah wollte auf jeden Fall die drei Runden schaffen.

Die Spendensumme, die bei dem Church Run und weiteren Aktionen im laufenden Jahr von den Beiseförthern gesammelt wird, wird am Ende des Jahres von der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck verdoppelt, um die Sanierung schnell umsetzen zu können.

Dirty Church Run in Beiseförth

Von Natalie Schmidt

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