Sie haben Spaß am Helfen

Ehepaar Ackermann bietet in Ostheim Wurst und Glühwein gegen Spenden an

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Weihnachtlich geschmückt: Der Hof von Holger und Birgit Ackermann ist schon passend dekoriert. Für den 22. Dezember laden sie zu Wurst und Glühwein ein.

Ostheim. Glühwein und Bratwurst genießen für einen guten Zweck – dazu gibt es am Samstag, 22. Dezember, ab 10 Uhr auf dem Hof von Birgit und Holger Ackermann in Ostheim, Bruchweg 4, die Gelegenheit.

Die Idee

Zum neunten Mal organisiert das Ehepaar die Benefiz-Aktion. Die Ackermanns züchten Schweine und verkaufen in ihrem Hofladen Wurst und Fleisch von ihren Tieren sowie Wildfleisch. Die Idee für die Adventsfeier entstand vor neun Jahren an Heiligabend, erinnert sich Birgit Ackermann (48): „Da standen die Kunden bei uns im Laden und haben sich gestritten, wer die letzten Würste bekommt. Da haben wir gedacht, wir müssen mal etwas tun, damit die Menschen so kurz vor Weihnachten entspannter sind.“

Seitdem bieten die Ackermanns jedes Jahr zur Weihnachtszeit an einem Tag kostenlos Glühwein, Bier, Schweine- und Wild-Bratwürste, Kaffee, Kinderpunsch und Waffeln auf ihrem Hof an – und bitten im Gegenzug um Spenden für einen guten Zweck.

„Uns und den meisten unserer Kunden geht es sehr gut“, sagt Birgit Ackermann. Und gerade kurz vor Weihnachten, wenn alle Vorbereitungen erledigt seien und die Menschen zur Ruhe kämen, sei die Bereitschaft, zu helfen, groß.

Der Erfolg

Die Veranstaltung kommt gut an. „Wir können nicht mehr aufhören“, sagt Birgit Ackermann und lacht. Inzwischen kommen 600 bis 800 Besucher. „Vergangenes Jahr haben wir 900 Würste gebraten“, berichtet Holger Ackermann (50).

Der Andrang war manchmal so groß, dass die Ackermanns kaum hinterherkamen: „Einmal haben wir angefangen, auch noch die Würste zu braten, die wir noch tiefgefroren hatten. Und weil uns die Brötchen ausgegangen waren, haben die Leute aus dem Dorf noch Toastbrot mitgebracht“, sagt Birgit Ackermann und schmunzelt. Gefeiert wird bis in die späten Abendstunden.

Viele Besucher nutzten zudem die Gelegenheit, auch einen Blick in den Schweinestall der Ackermanns zu werfen. Das begrüßt das Paar ausdrücklich: „Ich finde es wichtig, dass die Leute sehen, wo das Fleisch herkommt, das sie essen“, sagt Birgit Ackermann. Sie könne es nicht ertragen, wenn Fleisch weggeschmissen werde: „Dafür ist schließlich ein Lebewesen gestorben.“

Die Spenden

Im ersten Jahr kamen 530 Euro zusammen, 2017 war es mit 5300 Euro schon die zehnfache Summe.

„Es gibt Leute, die trinken einen Glühwein, essen eine Wurst, werfen aber 50 Euro in die Spendenkasse“, erzählt Birgit Ackermann. Den gesamten Erlös spenden die Ackermanns an soziale Einrichtungen – in diesem Jahr soll das Geld voraussichtlich an das mobile Kinderhospiz in Kassel sowie an die Christiane-Herzog-Stiftung für Mukoviszidose-Kranke gehen.

„Wir ziehen nichts ab für die Unkosten, die wir haben, und die vielen Leute, die uns helfen, machen das ehrenamtlich“, stellt Birgit Ackermann klar.

Die Unterstützer

Die Menschen hätten richtig Spaß daran, zu helfen, sagt die 48-Jährige. Ein Arbeitskollege von ihr spielt in diesem Jahr wieder den Weihachtsmann und verteilt gegen 16 Uhr kleine Geschenke an die Kinder.

Ein kleiner Junge habe schon mal mit seinem Saxofon für Musik gesorgt. Jeder wolle etwas beitragen.

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