Sommer

Tipp für den Garten: Mit diesen Tipps schützt sich eine Familie gegen Mücken

Katze liebt Dekoration
+
Liebevoll arrangierte Dekoration findet sich an vielen Ecken im Garten – dazwischen fühlt sich auch Kater Charly wohl.

Eine grüne Oase hinter dem Haus, ein eigener Garten zum Wohlfühlen und Entspannen: Leser verraten uns einige ihrer Tipps - auch gegen Mücken.

Ostheim – Gärtnern ist voll im Trend, und seit Corona haben Garten und Natur noch einmal mehr an Bedeutung gewonnen. In unserer Sommerserie Gespräche am Pflanztisch besuchen wir Leser in ihren grünen Oasen.

Einen passenderen Straßennamen für ihr Zuhause hätten sich Lydia (52) und Helmut Keim (57) wohl kaum wünschen können: Sie wohnen an der Blumenstraße in Ostheim. Und Blumen, die gibt es in ihrem 1200 Quadratmeter großen Garten reichlich.

Dabei sei die Blütenpracht wegen des harten Winters nicht ganz so üppig ausgefallen wie sonst, bedauert Lydia Keim. „Der Frost hat den Pflanzen zugesetzt.“ Sowohl die Rosen als auch die Hortensien – ihre Lieblingsblumen – hätten gelitten. Dennoch blühen sie jetzt und lassen den Garten in bunten Farben erstrahlen. Die Bienen erfreuen sich indes mehr an den Glockenblumen, die sich an vielen Stellen selbst ausgesät haben, und vor allem an den gelb leuchtenden Blüten der Fetthenne.

Im eigenen Garten: Gemütlichkeit und Ruhe finden

Wer die Blumen in Ruhe betrachten möchte, findet dazu in fast jeder Ecke des Gartens ein gemütliches Sitzplätzchen, ob auf dem Gartenstuhl mit Tischchen oder auf der steinernen Bank. An heißen Tagen ist die Sitzgruppe unter der Linde der beliebteste Ort: Die Keims haben den Baum so wachsen lassen, dass seine Zweige fast bis auf den Boden reichen und ein grünes Kuppeldach formen, unter dem es herrlich kühl ist.

Wenn im Herbst der Wind kräftiger pustet, sitzen die Keims hingegen gern mit Freunden am Grillplatz, der dank einer besonderen Dekoration windgeschützt ist: Mehrere alte Türen haben die Keims dort nebeneinander aufgereiht. Helmut Keim hat sie in Thüringen gekauft: „Dort standen sie nach einer Hausrenovierung im Keller.“ Als die alte Farbe zu stark abblätterte, hat Lydia Keim alle Türen abgeschliffen und in Pastelltönen neu lackiert. Ins Auge fällt am Grillplatz auch ein besonderer Stehtisch: Die Keims haben ihn aus einem Haselnussstrauch geformt, der dort wuchs.

Aus einem Haselnussstrauch wurde ein Stehtisch: Helmut Keim (Foto) und seine Frau Lydia sitzen mit Freunden gern am nett gestalteten Grillplatz (Hintergrund).

Mit Liebe zum Detail: Einzigartige Garten-Dekoration

Überhaupt ist Garten-Dekoration das Steckenpferd von Lydia Keim. „Bevor die Nachbarn etwas wegwerfen, kommen sie damit zu uns. Meine Frau sammelt alles“, lacht Helmut Keim. Und so wird zum Beispiel aus einer kaputten Solar-Leuchtkugel, mit Sprühfarbe bemalt, der Kopf eines stilisierten Engels, der dann den Garten der Keims ziert. Überall auf dem Grundstück finden sich mit viel Liebe zum Detail gestaltete Deko-Objekte. Hinter jedem Busch wartet eine neue Überraschung. Und es plätschert an jeder Ecke – im künstlich angelegten Bachlauf, in dem Molche und Goldfische leben, und in diversen Brunnen. Einen davon haben die Keims aus einem alten Schweinetrog gebaut – umringt wird er von einer ruinenartig geformten Mauer.

Viel freie Rasenfläche bleibt da nicht: „Als wir unsere Silberhochzeit bei uns im Garten gefeiert haben, war vor lauter Deko kein Platz für das Zelt“, erzählt das Paar. Kurzerhand wurde das Zelt – natürlich nach Absprache – zur Hälfte in den Garten der Nachbarn hineingestellt.

Die Arbeit im Garten als Ausgleich zum Bürojob

Als die Keims vor 30 Jahren das Grundstück an der Blumenstraße kauften, sah der Garten noch ganz anders aus. Das heutige Haus der Keims war eine Scheune, Schweine, Kühe und Hühner wurden dort gehalten. „Das hier war eine Futterwiese“, erzählt Helmut Keim und deutet auf den Garten, und seine Frau ergänzt: „Es sah aus wie ein Fußballplatz.“

Unterm Blätterdach der Linde bleibt es auch im Sommer herrlich kühl – das genießt im Bild Lydia Keim. Auch Kater Charly hat sich mit aufs Foto geschlichen.

Auf dieser kahlen Fläche konnte Lydia Keim ihrer Kreativität freien Lauf lassen. „Meine Frau hatte von Anfang an ein Händchen für den Garten“, sagt Helmut Keim. Er selbst sei erst vor zehn, 15 Jahren voll in die Gartenarbeit eingestiegen – bis dahin fehlte ihm die Zeit, da er neben dem Beruf auch noch Handball spielte. Letzteres ist aus gesundheitlichen Gründen jetzt nicht mehr möglich. Umso mehr Spaß hat der 57-Jährige an der Gartenarbeit: „Das ist ein toller Ausgleich, wenn man aus dem Büro kommt und dann noch etwas im Garten häckelt“, sagt er.

Auch Lydia Keim ist dort jeden Nachmittag zugange – nach dem Motto „So viel Gartenarbeit wie möglich, so viel Hausarbeit wie nötig“, sagt die 52-Jährige und lacht. Dabei habe sie Gartenarbeit früher, bei ihren Eltern, noch gar nicht gemocht. „Aber jetzt ist es wie eine Sucht“, stellt sie fest.

Ein Garten im Wandel: Freude für Mensch und Tier

Gestört werden die Keims dabei manchmal vom vierjährigen Kater Charly, der gern durch den Garten streift – und dann schonmal die Gartenhandschuhe als Spielzeug für sich entdeckt. Dagegen macht es sich der betagtere Kater Crocket (17 Jahre) lieber auf einem der Terrassenstühle bequem.

Der Garten hat sich in den vergangenen 30 Jahren sehr verändert. Aus der Anfangszeit sind nur zwei Bäume erhalten geblieben: Ein riesiger Walnussbaum, der direkt vor dem Haus steht und Schatten für die Terrasse spendet, und ein Birnbaum. „Der sieht aus wie ein Marterpfahl“, lacht Lydia Keim – nur zwei dicke Äste hat er, doch die hängen jedes Jahr voll mit zwei verschiedenen Sorten Birnen. Viele weitere Bäume sind mit der Zeit dazugekommen, vom Apfelbaum bis zur Eiche.

Künstlich angelegter Bachlauf: In den Hochbeeten im Hintergrund wächst allerlei Gemüse – von A wie Aubergine bis Z wie Zucchini.

Immer mal wieder säht sich ein neuer Baum selbst aus. „Den kann ich dann nicht einfach wegschmeißen“, sagt Lydia Keim. Stattdessen gräbt sie den jungen Trieb vorsichtig aus und pflanzt ihn an anderer, passender Stelle wieder ein. Sie seien schon gefragt worden, wer denn ihr Landschaftsarchitekt sei, erzählt Lydia Keim mit einem Schmunzeln. Doch an ihren Garten legen die Keims nur selbst Hand an. Ihr Geheimrezept: „Die Sachen erst mal dort wachsen lassen, wo sie wollen.“ Das Motto ihres Gartens überschreiben die Keims mit „Geordnetes Chaos“ – ein Chaos, in dem sie und ihre Besucher sich richtig wohlfühlen.

Den Garten genießen: Tipps gegen Mücken

Laue Sommerabende können die Keims in ihrem Garten genießen, ohne Mückenstiche zu fürchten. Denn die Goldfische im Bachlauf fressen die Mückenlarven – und sollten sich doch mal Stechmücken in den Garten verirren, dann wagen sie sich nicht auf die Terrasse: „Der Geruch des Walnussbaums schreckt sie ab“, sagt Lydia Keim.

Teilnehmen: Sie wollen mitmachen? Melden Sie sich unter Tel. 0 56 61/70 57 14

(Judith Féaux De Lacroix)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.