Nachwuchs soll gefördert werden 

Junge Leute engagieren sich für Sportjugend Schwalm-Eder

+
Sie laden Sportinteressierte auf den Hof Largesberg bei Malsfeld ein: von links Jugendwartin Maria Nohl mit den Juniorteam-Mitgliedern Tobias Stang, Jonas Kix, Jonas Bickmann, Sarah Janassek und Rabea Pöppe.

Malsfeld. Sie lieben Sport und wollen auch andere dafür begeistern: Junge Leute aus dem Landkreis stellen sich am Samstag, 10. März zur Wahl für den Vorstand der Sportjugend Schwalm-Eder.

Zum ersten Mal seit Jahren bekommt die Sportjugend Schwalm-Eder wieder einen Vorstand. Gewählt wird er bei der Jugendvollversammlung am Samstag, 10. März in Malsfeld. Es werden noch junge Leute gesucht, die Lust haben, sich zu engagieren. Damit wird das Gremium nach mehrjähriger Pause wieder zum Leben erweckt.

Die Vorgeschichte

Zuletzt hatte die Sportjugend nur eine Jugendwartin: Maria Nohl (54). Die Hombergerin hatte vor drei Jahren das Amt übernommen – ohne zu ahnen, auf wie viel Arbeit sie sich damit einließ. Nach einem Jahr wollte sie den Posten wieder abgeben. Doch dann erklärten sich acht junge Leute bereit, Nohl zu unterstützen. Das Juniorteam war geboren. Gemeinsam organisierten sie ein Feriencamp. „Allein hätte ich das nicht auf die Beine stellen können“, sagt Nohl.

Dann entstand im Juniorteam die Idee, den Vorstand der Sportjugend Schwalm-Eder wieder aufleben zu lassen. „Wir wollen mehr junge Leute zum Sport bringen und zeigen, dass es dabei um mehr geht als um Leistung und Wettkampf“, sagt Maria Nohl. „Das lässt sich von jungen Leuten besser vermitteln.“

Die Kandidaten

Zur Wahl stellen sich nun • als Jugendwart: Tobias Stang (22), Auszubildender aus Malsfeld, • als Jugendsprecher: Jonas Kix (22), Student aus Kassel, aufgewachsen in Felsberg, • als Beisitzer: Sarah Janassek (29), Lehrerin aus Gudensberg, Rabea Pöppe (23), Studentin aus Spangenberg und Jonas Bickmann (22), Student aus Kassel, aufgewachsen in Niedenstein.

Die Motivation

„Es ist ein nettes Miteinander, man trifft viele Gleichgesinnte“, sagt Rabea Pöppe über die Arbeit im Juniorteam. Ihr erstes großes Projekt, das Ferienlager, war eine tolle Erfahrung, schildert Tobias Stang: „Wir haben alle möglichen Sportarten gemeinsam ausprobiert, das war toll.“ Für die Juniorteam-Mitglieder bedeutet das Engagement vor allem Spaß. „Es finden sich wenig Leute in unserem Alter, die sich ehrenamtlich engagieren wollen“, sagt Sarah Janassek. „Viele haben Angst, eine Verpflichtung einzugehen, die sie nicht mehr loswerden.“

Diese Angst sei bei der Sportjugend aber unbegründet, versprechen die jungen Leute. „Es muss sich niemand Sorgen machen, dass er überfordert ist. Wir unterstützen uns gegenseitig“, sagt Jonas Bickmann. „Nichts ist festgefahren, jeder kann seine Ideen einbringen“, sagt Jonas Kix.

Die Nachwuchssuche

Die künftigen Vorstandsmitglieder sind jung. „Aber wir haben ein Überalterungsproblem“, sagt Sarah Janassek und lacht. Denn das Höchstalter für das Amt des Jugendsprechers ist 22 Jahre. Janassek mit ihren 29 Jahren ist also schon zu alt für diesen Posten, ebenso wie die 23-jährige Rabea Pöppe. Deshalb hoffen die Mitglieder des Juniorteams, dass sie neue junge Mitstreiter finden, die etwa das nächste Feriencamp mitorganisieren möchten – und später auch in den Vorstand eintreten könnten. Beim Juniorteam kann man schon ab 14 Jahren mitmachen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.