Kirche wird nächstes Jahr 200

Kirche mit neuer Eleganz: Gotteshaus in Beiseförth renoviert

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Innen neu gestaltet: Die Beiseförther Kirche, die nächstes Jahr 200 Jahre alt wird. Die neuen Farben strahlen nach den Worten von Pfarrer Dr. Henning Reinhardt eine Eleganz aus: „Schön, aber nicht übertrieben.” Ab Sonntag wird in der Kirche wieder Leben herrschen. Die Renovierung hatte im Mai 2017 begonnen.

Beiseförth – Es ist ein schönes, vor-österliches Geschenk für die evangelischen Christen: Nach fast zweijähriger Bauzeit ziehen sie am Sonntag, 24. März, wieder in ihre renovierte Kirche ein.

Der Gottesdienst beginnt um 14 Uhr. Danach sind Besichtigungsrunden mit Architekt Jörg Engel vorgesehen.

Pfarrer Dr. Henning Reinhardt schaut glücklich und zufrieden in das 1820 als niederhesssiche Saalkirche erbaute Gotteshaus: „Es ist gut gelungen.“ Weniger Farben, aber mehr Ruhe im Raum. So fasst der Pfarrer die Neugestaltung des Innenraumes zusammen. „Unsere Kirche soll wieder heller und freundlicher werden“, hatte er im Mai 2017 gesagt, nachdem die Christen ihren vorerst letzten Gottesdienst gefeiert hatten und es hieß: Alles muss raus. Nun feiern die Christen am 24. März unter dem Motto: „Alles muss (wieder) rein.“ Bisher waren die Wände innen weiß. Nunmehr ist es ein „gebrochenes“ Weiß, ein leichter, warmer Gelbton, wie der Pfarrer formuliert. Dr. Reinhardt: „Es wirkt schlicht, wobei ich das Schlichte schön finde, weil es uns helfen kann, dass wir Menschen uns auf das Wesentliche konzentrieren. Nach der Renovierung kommt das wieder deutlich heraus.“

Die bisher zweifarbig – türkis und dunkelgrau – gestrichenen Bänke sind jetzt hellgrau wie die Säulen. Erreicht ist nach den Worten des Pfarrers das, was er zu Beginn der Bauarbeiten so formuliert hatte: „Das Kirchenschiff soll eine wärmere Atmosphäre bekommen.“ Jetzt, so betont der Pfarrer, strahle der Raum „eine Eleganz aus – schön, aber nicht übertrieben.“

Doch es gab noch viel mehr zu tun: Auf dem Dachboden zerbröselte angefaultes Holz unter den Fingern zu Staub. Balken wurden ausgewechselt, um die alte statische Belastbarkeit wieder herzustellen. Auch zwischen dem Turm mit seinen drei Glocken gab es gravierende Schäden. Wären sie bei diesem Bauvorhaben nicht beseitigt worden, hätte man eine Notsicherung einbauen müssen.

Die Fensterrahmen aus Fichtenholz waren größtenteils morsch. Die neuen Fenster sind aus Eiche, die alten Scheiben wurden wieder verwendet. Die gesamte Elektro-Versorgung musste erneuert werden. Und schließlich sorgte auch der Fußboden im Kirchenschiff für zusätzliche Arbeit: Das Kernholz-Pflaster war nach Angaben des Pfarrers aufgequollen und musste durch Holzdielen ersetzt werden. Hatte man für die Renovierung ein bis eineinhalb Jahre eingeplant, so sind es nun fast zwei Jahre geworden. Verzögerungen habe es auch gegeben, weil die Handwerker heutzutage volle Auftragsbücher haben. Die ursprünglich mit 253 000 Euro veranschlagten Kosten steigen, die Endabrechnung liegt aber noch nicht vor. Wie lange solch ein Projekt dauert: Schon 2002/2003 waren die Förderanträge für die Finanzierung gestellt worden.

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