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Malsfelder haben bald schnelles Internet – Stromleitung wurde angebohrt

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Von: Marvin Hinrichsen, Fabian Becker

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Nächstes Jahr soll der Glasfaserausbau abgeschlossen sein: Bürgermeister Michael Hanke im Serverraum der Gemeindeverwaltung Malsfeld.
Nächstes Jahr soll der Glasfaserausbau abgeschlossen sein: Bürgermeister Michael Hanke im Serverraum der Gemeindeverwaltung Malsfeld. © Marvin Hinrichsen

Der Glasfaserausbau in Malsfeld läuft auf Hochtouren. „In den Ortsteilen Ostheim, Dagobertshausen, Beiseförth Sipperhausen Mosheim und Elfershausen hat die Firma Phoenix mit den Arbeiten begonnen“, sagt Bürgermeister Michael Hanke.

Malsfeld – Die Tiefbauarbeiten würden aktuell drei bis vier Teams übernehmen. „Ab Mitte nächsten Jahres sollen 1800 Haushalte die Möglichkeit für schnelles Internet haben“, sagt Hanke.

Ein genauer Termin sei noch nicht bekannt. Die Kabel werden bis zu zehn Metern ans Grundstück heran gelegt. „So hat jeder Haushalt die Gelegenheit, sich jederzeit für die Installation von Glasfaser zu entscheiden“, sagt Hanke. Die Leistung des Internets steige dadurch von 100 Mbit auf bis zu 500 Mbit.

Die Umstellung auf Glasfaser koste 636 Euro. Doch mit der Wahl des Internetanbieters gebe es die Möglichkeit, Kosten zu umgehen. „Wenn ein Vertrag mit O2 abgeschlossen wird, entfallen die Kosten“, sagt der Bürgermeister.

„Ich freue mich, dass es jetzt bald so weit ist.“ Der Glasfaserausbau sei ein wichtiges Thema. Die Pandemie habe gezeigt, wie wichtig eine stabile Internetverbindung sei. „Die Informationsabende waren immer hervorragend besucht“, sagt er. „Für die Gemeinde Malsfeld ist der Ausbau ein großer Schritt.“

„Aus dem aktuellen Bebauungsplan sind mehr als 13 von 22 Kilometern der Glasfaserleitung verlegt“, sagt Jens Lauser, Sprecher von Usnere Grüne Glasfaser (UGG). „Der Zeitplan sieht vor, dass die Bauarbeiten in Malsfeld bis Ende des Jahres abgeschlossen werden.“

In Malsfeld hätten sich bisher rund ein Drittel der Haushalte für schnelles Internet von UGG entschieden. „Davon sind bereits etwas mehr als 200 Glasfaser-Hausanschlüsse fertig“, sagt Lauser.

„Im Vergleich zu kupferbasiertem DSL bietet Internet über Glasfaser wesentlich höhere Übertragungsraten“, erklärt der Sprecher. „Aktuell werden über das Netz Tarife mit bis zu 1000 Mbit pro Sekunde im Download angeboten.“ Technisch sei noch viel mehr möglich. „Die tatsächlich vor Ort verfügbaren Bandbreiten sind abhängig von den jeweiligen Angeboten der auf dem UGG-Netz verfügbaren Internetanbieter.“

Malsfelder, die sich noch für einen Glasfaseranschluss entscheiden, könnten sich jederzeit über die Hotlines und die Internetseiten bei den verfügbaren Internetanbietern, aktuell nur O2, informieren, sagt Lauser.

Strom fiel beim Glasfaserausbau aus

Am Mittwochvormittag ist an der Astrid-Lindgren-Schule in Malsfeld der Strom ausgefallen. „Von 9 bis 14 Uhr hat die Schule zunächst nur teilweise, dann keinen Strom gehabt“, sagt Konrektorin Eva Valach-Fülster. „Auch zehn Häuser waren betroffen“, sagt Sandra Hübner, Sprecherin des Energieversorgers EAM. „Die Glasfaser-Firma hat beim Bohren die Schulversorgung getroffen.“ Zuständig sei die Firma Unsere Grüne Glasfaser. Ein Mitarbeiter des Unternehmens verweist an die MK-Systems GmbH, die an der Schule für die Telekom Glasfaser verlege. Sie verwies auf die Telekom. Laut Sprecher Nico Göricke wurde von MK-Systems bei Bohrungen eine Stromleitung beschädigt. Die Firma habe Stromversorger E.ON informiert, er habe die Instandsetzung übernommen und den Schaden behoben.

(Marvin Hinrichsen Und Fabian Becker)

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