Malsfeld Parlament entscheidet über Resolution zu Südlink

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So sehen Höchstspannungsleitungen aus: 380 KV-Leitung bei Lohefeld.

Malsfeld. Das Parlament Malsfeld kommt am  Dienstag zu einer Sondersitzung zusammen. Einziger Punkt auf der Tagesordnung: die geplante Höchstspannungsleitung Südlink. Zur Diskussion stehen Anträge der Gemeinschaftsliste Hochland-Fuldatal und der SPD.

Außerdem wird Dr. Klaus Lambrecht vom Landkreis zur Sache sprechen.

„Wir stellen den Antrag, dass sich die Gemeinde Malsfeld der Initiative einiger Bürgermeister im Kreisgebiet anschließt und die Interessen der Gemeinde und der Einwohner dabei vertritt.“ So steht es in einem Antrag der Gemeinschaftsliste. Die beantragt darüber hinaus, eine Resolution zu verabschieden: „gegen die willkürliche Planung des Netzbetreibers Tennet“, heißt es im Antrag.

Die SPD bringt in der Sache eine Resolution ein. Sie listet fünf Forderungen auf. Tennet wird unter anderem aufgefordert, mit Blick auf Gesundheits- und Umweltbelange eine Erdverkabelung zu prüfen. Zur Begründung heißt es im Antrag der SPD unter anderem, die Leitung solle Windstrom von der Küste verlustarm nach Bayern transportieren. Tennet habe bislang aber weder wissenschaftlich noch wirtschaftlich eine schlüssige Notwendigkeit der geplanten Streckenführung durch die Gemeinde Malsfeld belegen können.

Die Gemeinschaftsliste wiederum wertet den Bau einer Stromautobahn durch Malsfeld als „einen erheblichen Eingriff in den Lebensraum der Einwohner der betroffenen Ortsteile“. Die angestrebte Resolution solle im Sinne eines einheitlichen Vorgehens der Kommunen im Schwalm-Eder-Kreis verfasst werden. Dabei sei insbesondere den Schutzbedürfnissen von Mensch, Natur und Umwelt Rechnung zu tragen.

Fachplanung 

Dr. Klaus Lambrecht vom Landkreis kündigte am Montag an, er werde der Gemeindevertretung - wie in anderen Kommunen wie Felsberg bereits geschehen - das Verfahren der Bundesfachplanung vorstellen. Dabei gehe es unter anderem um Möglichkeiten der Beteiligung.

In welchem Maßstab Malsfeld von der Trasse Südlink betroffen ist, ist aus dem bislang vorliegenden Kartenmaterial nicht herauszulesen. Das Kartenmaterial weise lediglich einen 1000 Meter breiten Korridor aus, erklärte Lambrecht. Eine konkrete Trassenführung im Korridor sei nicht ausmachbar. (lgr)

Termin:  Die öffentliche Parlamentssitzung beginnt am Dienstag, 11. November, um 19.30 Uhr im Malsfelder Rathaus.

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