Mehr Platz für Pflegebedürftige in Malsfeld

Diese Woche haben die Arbeiten am Anbau begonnen: Auf dem Baufeld von links Günter Krummrein, Karl Georg Simon, Martin Gollnick, Petra Feuerstake, Sigrid Giesen und Ralf Salzmann. Vorne Bauleiter Thomas Schulz. Foto: Grugel

Malsfeld. Der Verein praktische Lebenshilfe erweitert sein Altenheim von acht auf 13 Plätze in Beiseförth. Der Anbau ans vereinseigene Anwesen an der Mühlenstraße soll laut Günter Krummrein vom Vorstand 600.000 Euro kosten - die Fernsehlotterie übernimmt ein Drittel der Kosten.

Die Erweiterung soll nach Vereinsangaben sowohl die finanzielle Basis der Einrichtung sichern als auch Plätze schaffen für eine flexible und kurzfristige Aufnahme von Pflegebedürftigen.

Laut Architekt Ralf Salzmann ist ein Gebäude geplant, das über einen fünf Meter langen Gang mit dem Altbau verbunden ist und auf einer Ebene sechs barrierefreie Zimmer bietet. Sie sind nach Süd-Osten beziehungsweise Süd-Westen ausgerichtet, 20 Quadratmeter groß, mit Parkett ausgestattet und haben alle eine Nasszelle.

Alle Zimmer haben Zugang zu einer Terrasse. Vom Flur aus können die künftigen Bewohner in die Gartenanlage gehen. Nach Norden gibt es im Gebäude Funktionsräume, unter anderem eine Waschküche und einen Therapieraum. Außerdem bietet der Anbau ein Bad mit einer Wanne sowie eine Toilette für Gäste.

Der Anbau erhält ein Flachdach. Der Baukörper selbst ist laut Salzmann aufstockbar, so dass bei Bedarf auf einer zweiten Ebene weitere Zimmer entstehen könnten.

Trotz Anbau soll der familiäre Charakter des kleinen Heims erhalten bleiben. Angesichts der überschaubaren Plätze könne man sehr flexibel auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen, erklärte Heimleiterin Sigrid Giesen, die mit im Haus wohnt und sich dort auch ehrenamtlich engagiert. Angeboten werde den Bewohnern ein Leben ähnlich wie in Wohngemeinschaften, zugleich könnten sie sich beim Essenkochen und Wäschemachen beteiligen und im Garten eigene Beete bewitschaften.

Schließlich will der Verein auch das Außengelände neu gestalten. Ziel sei es, den Bewohnern das Gelände für den Alltag zu erschließen und zugleich Spiel- und Sportmöglichkeiten für Kinder- und Jugendliche zu schaffen. So soll der Kontakt zwischen den Generationen im Dorf gefördert werden. Das Konzept ist gefragt: Sowohl die Heim- als auch die Arbeitsplätze der Einrichtung sind stark nachgefragt, erläuterte Vereinsvorsitzender Karl Georg Simon.

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