Projekt kostet 775.000 Euro 

Mehr Platz zum Parken: Gemeinde Malsfeld reißt altes Gebäude am Bahnhof ab

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Bald tut sich was am Bahnhofsgelände in Beiseförth: Malsfelds Bürgermeister Herbert Vaupel vor dem alten Gebäude am Bahnsteig, das abgerissen werden soll.

Beiseförth. Große Pläne hat die Gemeinde Malsfeld für das Bahnhofsgelände in Beiseförth. Das alte Gebäude am Bahnsteig wird abgerissen, eine Park-and-Ride-Anlage soll entstehen.

Der Entwurf für das Bauprojekt stammt vom Melsunger Planungsbüro Intium. 22 Parkplätze soll es auf dem Bahnhofsgelände geben, außerdem neue Unterstände für die Bahnreisenden und eine Elektroladestation für Autos.

Darüber hinaus wird auf einem Teil der Bahnhofstraße ein Abwasserkanal verlegt. Denn einige Häuser dort sind bislang noch nicht ans Abwassernetz angeschlossen, sondern nutzen eine Sickergrube.

Im Zuge der Bauarbeiten wird außerdem ein Gehweg angelegt – von den Tennisplätzen vor dem Viadukt bis zum Bahnhof hin. Bislang gibt es an der Straße keinen Bürgersteig. „Kinder, die mit dem Zug nach Melsungen zur Schule fahren, müssen auf der Straße laufen“, sagt Bürgermeister Herbert Vaupel.

Die Kosten

Die Gesamtkosten des Projekts werden auf 775 000 Euro geschätzt, die Gemeinde rechnet mit einem Landeszuschuss von 430 000 Euro.

Das Bahnhofsgelände in Beiseförth ist in schlechtem Zustand. Das alte Bahnhofsgebäude steht seit Jahrzehnten leer, das Mauerwerk ist von Hausschwamm und Schimmel befallen. Die Straße davor ist mit Schlaglöchern übersät. „Deshalb gab es immer wieder Beschwerden“, sagt Vaupel. Früher war das Bahnhofsgelände in Privateigentum. Es gab mehrere Versteigerungstermine, aber niemand hatte Interesse an dem Areal. Schließlich kaufte die Stadt das Gelände.

Die Lärmschutzwand

Das Bahnhofsgebäude steht unter Denkmalschutz. Die Denkmalpflege habe keine Bedenken wegen des Abrisses, sagt Vaupel. Dorfbewohner hätten allerdings die Sorge geäußert, dass es nach dem Abriss zu einer stärkeren Lärmbelästigung durch vorbeifahrende Züge kommen könnte. „Wir können die Bedenken nachvollziehen“, sagt Vaupel. Deshalb plant die Gemeinde den Bau einer Lärmschutzwand. Diese soll mit Mutterboden gefüllt und bepflanzt werden. Eine Verpflichtung zum Bau einer solchen Wand gebe es aber nicht, stellt der Bürgermeister klar: „Das wäre eine freiwillige Leistung der Gemeinde.“ 25 000 Euro kostet der Bau der Lärmschutzwand – diese Summe ist in den Gesamtkosten von 775 000 Euro bereits mit eingerechnet.

Der Zeitplan

Der Abrissantrag ist bereits gestellt. Die Arbeiten müssen aber noch mit der Bahn abgestimmt werden, weil das alte Bahnhofsgebäude unmittelbar an den Bahnsteig grenzt.

Die Deutsche Bahn müsse daher prüfen, unter welchen Bedingungen die Arbeiten stattfinden können. „Das dauert mindestens ein Dreivierteljahr“, sagt Herbert Vaupel. Mitte des Jahres 2018 könnten die Arbeiten starten – und dann noch vor Weihnachten desselben Jahres abgeschlossen sein.

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