Musiker aus dem ganzen Kreisteil betroffen

Malsfeld verkauft Dorfgemeinschaftshaus: Musikzug muss umziehen

Fuldatalhalle als mögliche Alternative: Die Mitglieder des Musikzugs Malsfeld, im Bild von links Stefan Krug, Inge Sommer-Krug, Heike Schütz, Kaja Schütz, Rosi van de Meent und Andrea Euhus, brauchen einen neuen Proberaum, weil das DGH verkauft wird.
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Fuldatalhalle als mögliche Alternative: Die Mitglieder des Musikzugs Malsfeld, im Bild von links Stefan Krug, Inge Sommer-Krug, Heike Schütz, Kaja Schütz, Rosi van de Meent und Andrea Euhus, brauchen einen neuen Proberaum, weil das DGH verkauft wird.

Malsfeld – Malsfeld verabschiedet sich von seinem Dorfgemeinschaftshaus: Das Gebäude wird verkauft. Es steht damit nicht mehr für Feiern zur Verfügung. Auch der Musikzug Malsfeld und die Vereinsgemeinschaft, die das DGH bislang als Proben- und Lagerraum genutzt haben, müssen umziehen.

„Wir erwarten jetzt, dass die Gemeinde auf uns zukommt und uns eine Alternative vorschlägt“, sagt Stefan Krug, Spartenleiter des Musikzugs. Er sei zuversichtlich: „Wir sind jahrelang mit der Gemeinde gut zurechtgekommen.“ Und er sehe den Umzug auch als Chance – denn im DGH sei es für die 35 Musiker sehr eng gewesen. Aber er wisse, dass es bei einigen Mitgliedern die Angst gebe, dass sich kein geeigneter Raum finde.

Derzeit proben die Musiker ohnehin nicht im DGH – denn dort ist es zu eng, um den wegen Corona erforderlichen Mindestabstand einzuhalten. Der Musikzug trifft sich deshalb in der Fuldatalhalle. In der Gemeindevertretersitzung wurde die Fuldatalhalle auch als dauerhafte Alternative für den Musikzug genannt. Nur: Jetzt im Sommer wird die Halle wenig genutzt, da die Sportvereine draußen trainieren. Im Winter aber werde es dann wieder voller in der Halle, sagt Krug. Ein Zeitfenster von anderthalb Stunden pro Woche genüge dem Musikzug nicht: „Wir brauchen einen ganzen Abend zum Proben.“ Bürgermeister Herbert Vaupel versprach im Gemeindeparlament, dass sich ein neuer Raum für den Musikzug finden werde. Er nannte auch das DGH Elfershausen als möglichen Standort. „Auch für die Vereinsgemeinschaft wird es eine adäquate Lösung geben“, versicherte er.

Musiker aus dem ganzen Kreisteil Melsungen und darüber hinaus spielen beim Musikzug Malsfeld. Dieser sei immer wieder umgezogen, schildert Mitglied Inge Sommer-Krug: Geprobt wurde auch schon in der Astrid-Lindgren-Schule und im alten Wartesaal am Bahnhof. Die Musiker würden sich einen Raum wünschen, wo sie dauerhaft bleiben können. „Wir sind das Aushängeschild der Gemeinde“, sagt Sommer-Krug. „Es wäre schön, wenn das auch gewürdigt würde.“

Von Judith Féaux De Lacroix

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