Vermarktung der Grundstücke soll 2022 starten

Neues Baugebiet entsteht in Malsfeld

Geplantes Neubaugebiet in Malsfeld
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Große Nachfrage nach Bauplätzen: Die Gemeinde Malsfeld weist ein neues Baugebiet aus – auf dem Bild ist es rot markiert.

Ein Neubaugebiet soll am Ortsrand von Malsfeld entstehen.

Malsfeld – Viele wollen in Malsfeld bauen. Darauf reagiert die Gemeinde und weist 20 neue Bauplätze aus. Das haben die Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

Der Ort
Entstehen soll das Neubaugebiet „Auf dem Loh“ am Ortsrand von Malsfeld, auf der Grünfläche zwischen Schulstraße und Lohstraße, nicht weit vom Bahnhof. Vor diesem Hintergrund bedauerte Lothar Kothe (GL), dass der Bahnhof an einem anderen Standort neu gebaut werden soll: Für die Bewohner des Neubaugebiets wäre die Nähe zum Bahnhof besonders attraktiv gewesen, argumentierte er. Trotzdem lobte Kothe, das Gelände sei „toll gelegen.“ Das fand auch Dominik Leyh (CDU): Wir schließen direkt an die bestehende Struktur an und bauen nicht auf der ‘grünen Wiese’.“

Die Bauplätze
Zwischen 650 und 800 Quadratmeter groß sollen die Grundstücke im etwa 2,4 Hektar großen Neubaugebiet werden, kündigte Bürgermeister Herbert Vaupel an – der genaue Zuschnitt der Bauplätze stehe aber noch nicht fest. Es sei derzeit noch unklar, ob man das Neubaugebiet über eine oder zwei Straßen erschließen werde.

Der Zeitplan
Wenn alles glatt läuft, wolle man bis zum Jahresende 2021 Baurecht schaffen, sagt Vaupel. Im Frühjahr 2022 könne dann die Erschließung beginnen und Mitte 2022 die Vermarktung starten.

Die Vergabe
Interessenten für die Bauplätze können sich schon jetzt im Bauamt der Gemeinde unverbindlich auf eine Liste setzen lassen, erklärte Vaupel. Allerdings sei das noch keine Garantie, am Ende tatsächlich ein Baugrundstück zu erhalten. Denn wenn es mehr Interessenten als Bauplätze gebe, werde man sich auf Kriterien einigen müssen, anhand derer die Vergabe geregelt wird. Ein mögliches Kriterium könnte laut Vaupel sein, ob die Interessenten bereits jetzt in Malsfeld wohnen. Dieses Vorgehen befürwortete in der Gemeindevertretersitzung etwa Ralf-Urs Giesen (FDP): „Einheimische sollten bevorzugt werden, damit die Leute nicht von hier wegziehen müssen.“

Die Nachfrage
„Bauland ist in Malsfeld stark nachgefragt“, sagte Erdmute Schirmer (SPD) in der Gemeindevertretersitzung. Dem stimmte auch Lothar Kothe (GL) zu und begrüßte es, dass die Gemeinde neue Bauplätze anbieten will: „Melsungen tut wenig. Davon profitieren Malsfeld und Körle.“ Wie begehrt Baugrundstücke in Malsfeld sind, zeigt das Beispiel Ostheim: Dort gibt es acht Bauplätze zu vergeben, aber laut Vaupel schon jetzt deutlich mehr Voranfragen. (Judith Féaux de Lacroix)

Zentrale Lage: Die rot markierte Fläche zeigt, wo das Neubaugebiet in Malsfeld angesiedelt werden soll.

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