1. Startseite
  2. Lokales
  3. Melsungen
  4. Malsfeld

Schulbetreuerinnen in Malsfeld kümmern sich um Kinder nach dem Unterricht

Erstellt: Aktualisiert:

Von: William-Samir Abu El-Qumssan

Kommentare

Milena Oetken sitzt in der Leseecke der Astrid-Lindgren-Schule Malsfeld
Milena Oetken ist seit September vergangenen Jahres Schulbetreuerin der Gemeinde Malsfeld. In der neuen Leseecke liest sie den Kindern gerne vor. © William Abu El-Qumssan

Ob Steueramt, Kläranlage oder Friedhofsverwaltung – die Arbeitsbereiche in den Kommunen sind vielfältig. Milena Oetken ist eine der Schulbetreuerinnen in Malsfeld und schafft schöne Erlebnisse für die Kinder.

Malsfeld – Betreuung nach Schulschluss ist für Grundschulkinder von berufstätigen Eltern keine Selbstverständlichkeit – für diese Entlastung sorgen Milena Oetken aus Morschen und ihre Kolleginnen in der Gemeinde Malsfeld. Die Sozialpädagogin arbeitet seit September vergangenen Jahres bei der Schulbetreuung, die in der Astrid-Lindgren-Schule stattfindet.

„Die Kinder haben nach dem Schultag ganz unterschiedliche Bedürfnisse“, sagt die 26-Jährige. „Manche wollen lieber ihre Ruhe und anderen ist mehr nach Toben und Dampf ablassen.“ Bei Kindern mit unterschiedlichem Temperament könne es auch schon mal zu Reibereien kommen. „Deshalb durfte ich im September als pädagogische Fachkraft auch zum Team dazustoßen.“

Ihre Kollegin Karola Ploch ist laut der 26-Jährigen auch immer als Erste da. „Sie kümmert sich darum, wie viele Kinder zum Essen angemeldet sind und ob es Krankmeldungen gibt.

Schulbetreuung in Malsfeld: App erleichtert die Arbeit

Dafür haben wir die App Schoolfox, die von den Eltern sehr gut angenommen wird“, sagt Milena Oetken. Die App erleichtere den Arbeitsalltag immens, da wesentlich weniger Telefonate geführt werden müssen. „Außerdem bekommen über die App alle Kollegen die Infos von den Eltern. Das ist sehr praktisch, wenn jemand im Urlaub oder krank ist.“

Der Arbeitstag beginnt für die Schulbetreuerinnen mit dem Schulschluss zur 4. Stunde. „In drei Durchläufen wird in der Mensa gegessen.“ Auch nach der 5. und 6. Stunde gibt es jeweils Essen für die Kinder – täglich sind zwischen 30 und 60 Schüler in der Betreuung. „Dienstags bis donnerstags sind mehr Kinder bei uns, weil diese Tage kostenlos für die Eltern sind“, sagt Milena Oetken. An diesen Tagen bekommen sie und ihre Kolleginnen bei der Hausaufgabenbetreuung Unterstützung von Lehrern.

„Nach der Hausaufgabenbetreuung wird es dann lockerer. Da gehen wir mit den Kindern raus oder machen was Kreatives“, sagt die 26-Jährige. „Und es gibt auch einen Ruheraum, für die Kinder, die sich zurückziehen wollen.“ Ziel sei es immer, dass bei jeder Gruppe Kinder eine der Betreuerinnen ist.

Schulbetreuung in Malsfeld: Beim Spielen Probleme ansprechen

Am liebsten liest die Sozialpädagogin mit den Kindern in der neuen Leseecke. „Die haben wir vor Kurzem erst mit den Kindern gestaltet.“ Mit unterschiedlichen Maltechniken durften sich die Kinder einbringen – und sich mit Handabdrücken auf der Wand verewigen.

„Außerdem spiele sie gerne Tischtennis. Gerade mit den älteren Jungs aus der 3. und 4. Klasse kann man sich richtig auspowern“, sagt Milena Oetken. „Beim Spielen kann ich mit den Kindern Probleme aus dem Unterricht ansprechen. Das funktioniert dabei viel besser, als wenn wir uns einfach zum Reden auf die Couch setzen.“

Die meisten Kinder nehmen um 14.50 Uhr den letzten Bus nach Hause, die wenigen Kinder, die länger bleiben, werden gegen 17 Uhr abgeholt. Dass die Schulbetreuung in der Astrid-Lindgren-Schule ist, bezeichnet Milena Oetken „als Fluch und Segen.“ Denn die Schüler mit Schwierigkeiten im Unterricht, können dennoch schöne Erlebnisse haben, die sie mit dem Schulgebäude verbinden.

Allerdings sei es in den Ferien schwieriger für Kinder, sich zu motivieren in die Schule zu gehen. „Für Kinder bedeutet Ferien ja primär, nicht in die Schule zu müssen.“

Deshalb sei es in der Ferienbetreuung auch wichtig, Ausflüge zu machen und allgemein mehr Zeit draußen zu verbringen. (William Abu El-Qumssan)

Auch interessant

Kommentare