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Drei Malsfelder Sportvereine wollen Kinder vor Missbrauch schützen

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Von: Claudia Feser

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Übungsleiter des TSV Malsfeld, 1. FC Beiseförth und der DLRG-Ortsgruppe Beiseförth beim Gruppenbild während ihres Workshops zum Thema Kindswohl
Gemeinsam zum Wohl der Kinder: Übungsleiter des TSV Malsfeld, 1. FC Beiseförth und der DLRG-Ortsgruppe Beiseförth wollen das Thema Kindswohl im Verein in den Mittelpunkt stellen. © TSV Malsfeld

Drei Sportvereine beziehen Stellung: Der TSV Malsfeld, der 1.FC Beiseförth und die DLRG-Ortsgruppe Beiseförth wollen das Thema Kindeswohlgefährdung im Verein stärker in den Mittelpunkt rücken.

Malsfeld/Beiseförth – Deren Trainer, Übungsleiter und Helfer, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, wurden kürzlich während einer Infoveranstaltung geschult. Die ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen sind in der Regel keine pädagogischen Fachkräfte.

Mit Eltern-Kind-Turnen, Kinderturnen, Fußball, Handball, Schwimmen und Musik bieten die Vereine ein Angebot für Kinder ab anderthalb Jahren an. Die Übungsleiter sind oft Vertrauenspersonen außerhalb der Familie und wollen für den Sport begeistern. Sie haben das Vertrauen der Eltern und der Kinder.

Deshalb wollen die Vereine den Kinderschutz nach den Zielen des Landessportbundes Hessen verankern und zeigen, dass sie das Kindeswohl beachten werden. „Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt und Missbrauch ist auch eine Aufgabe der ehrenamtlich Tätigen in unseren Vereinen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die geschulten Kindeswohlbeauftragten der Vereine sind Marcel Balk, Uwe Harbusch und Andrea Grünhaupt. Sie werden von Maria Nohl als Kindeswohlbeauftragte des Sportkreises Schwalm-Eder unterstützt. Ziel war es, die Teilnehmer über die Kindeswohlgefährdung zu informieren, aufzuzeigen, was bei Kindeswohlgefährdung zu tun ist, und den Übungsleitern aufzeigen, wie sie mit Gefährdungssituationen angemessen umgehen. Marcel Balk sagt: „Eine Aufklärung ist wichtig, um auch die Trainer und Übungsleiter zu schützen.“ Sie sollten keine Angst haben, etwas im Trainingsalltag falsch zu machen.

Als Nächstes werden die drei Vereine die Verhaltenskodexe des Landessportbundes von allen Trainern, Übungsleitern und Helfern einholen, sie möchten den Kinderschutz in ihren Satzungen verankern und auch auf ihren Internetseiten veröffentlichen. (Claudia Feser)

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