FC Beiseförth: Sechs Brüder stellen eigene Fußballmannschaft

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Richter eins bis sechs: Die Richter-Brüder haben für das Hobbykickerturnier eigene Trikots anfertigen lassen. Die Rückennummern wurden nach der Reihenfolge der Geburt vergeben – vom Erstgeborenen mit der „1“ bis zum Letztgeborenen mit der „6“.

Für Stimmung sorgen, lustig sein, Spaß haben: Das sind die Ziele von Olaf, Stephan, Achim, Marco, Torben und Lennart Richter, wenn sie für das Hobbykickerturnier des FC Beiseförth die Fußballschuhe schnüren.

Die sechs Brüder stammen aus Beiseförth, aber nur zwei wohnen heute noch dort. Der Jüngste, Lennart, studiert momentan in Berlin. Für das Turnier kommen alle aber immer wieder in die alte Heimat.

Seit 2009 nehmen die Richters an dem Spaßturnier des FC Beiseförth teil. „Man braucht sechs Spieler, um eine vollständige Mannschaft zu stellen. Wir sind genau sechs Brüder. Das hat gepasst“, sagt Torben Richter, der zweitjüngste Bruder. Der Erfolg steht dabei im Hintergrund. Vielmehr haben sich die Richters durch ihr Auftreten und die damit verbundene Show einen Namen gemacht.  

„Wir sind das einzige Team, das ein eigenes Einlauflied hat. Auf dem Spielfeld tanzen wir dann dazu“, erzählt Torben Richter. „Danca do Creu“ von MC Creu heißt der brasilianische Song, zu dem sich die Brüder vor dem Spiel bewegen. Torben Richter hat ihn von einem Südamerika-Aufenthalt mitgebracht. „Wir haben dieses Lied genommen, weil es einfach so bescheuert klingt“, erklärt Torben Richter und macht damit noch einmal deutlich, dass der Spaßfaktor für sie im Mittelpunkt steht.

Der Team-Name ist Programm: Die Richter-Brüder haben sich den Namen „Halbliterklasse – 500 ccm (Kubikzentimeter)“ gegeben, weil bei ihnen nur halbe Liter getrunken werden. Von links: Olaf, Stephan, Achim, Marco, Torben und Lennart. Foto:  privat/nh

Der Teamname ist bei den Richters Programm: „Halbliterklasse - 500 ccm (Kubikzentimeter) haben sich die Brüder getauft. Entsprechend ihrem Motto, dass sie selbst und Gäste in ihrem Zelt, das sie für das Turnier auf dem Sportgelände aufstellen, nur halbe Liter trinken.

„Andere spielen in der Bezirksklasse, wir in der Halbliterklasse“, erklärt Torben Richter die Namensgebung. Die beste Platzierung haben die Richters bei ihrer ersten Teilnahme mit dem sechsten Platz erreicht. In diesem Jahr sind sie Neunter von elf geworden.

19 Jahre liegen zwischen dem Erstgeborenen Olaf, 54 Jahre alt, und dem 35-jährigen Lennart. Dazwischen kommen Stephan, 52 Jahre, Achim, 47 Jahre, Marco, 44 Jahre und Torben mit 38 Jahren. Ans Aufhören denken sie aber nicht: „So lange wir eine Mannschaft voll bekommen, nehmen wir auch teil“, sagt Torben Richter.

Um das zu sichern, kamen in diesem Jahr das erste Mal auch zwei Nachwuchs-Richters zum Einsatz: Michel (14) und Felix (20), die Söhne Stephan Richter. Damit es weiterhin heißt: „Mit der Nummer eins - Richter, mit der Nummer zwei - Richter... .“

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