Aufwendiger Bergungseinsatz

Unfall in Malsfeld: Müll-Laster droht in Bach zu kippen

Ein 33-Tonner droht in Malsfeld-Beiseförth in einen Bach zu stürzen: Der Fahrer eines Müllentsorgungsunternehmens hatte sich in der engen Straße verschätzt.
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Ein 33-Tonner droht in Malsfeld-Beiseförth in einen Bach zu stürzen: Der Fahrer eines Müllentsorgungsunternehmens hatte sich in der engen Straße verschätzt.

In Malsfeld-Beiseförth droht ein Mülltransporter in einen Bach zu kippen - die Bergung gestaltet sich schwierig.

Beiseförth - Sehr aufwändig und langwierig gestaltete sich am Montag (08.11.2021) die Bergung eines Müll-Lasters in Malsfeld-Beiseförth. Der 44-jährige Fahrer eines Entsorgungsunternehmens war gegen 15 Uhr mit seinem Lkw rückwärts in die enge Straße Mühlrain gefahren, um dort Restmülltonnen zu entleeren. Dabei kam er, wie ein Firmensprecher sagte, vermutlich aus Unachtsamkeit zu weit nach rechts an den Fahrbahnrand. Die Hinterräder des Lkw, der es einschließlich Ladung auf 33 Tonnen bringt, gruben sich in den vom Regen aufgeweichten Boden zwischen Straße und Mühlbach. Der Lkw geriet in starke Schräglage und drohte in den Bach zu kippen.

Ein Abschleppunternehmen aus Schwalmstadt wurde zu dem havarierten Lastwagen gerufen. Doch aufgrund des enormen Gewichtes und der sehr engen Straßenverhältnisse, konnte er mit dem Abschleppwagen den Mülltransporter lediglich an der Front sichern, um ein weiteres Abrutschen, und damit den Umsturz des 300.000 Euro teuren Lkw zu verhindern.

Müll-Laster droht umzukippen - Bergung gestaltet sich schwierig

Es wurde ein weiteres Bergungsunternehmen aus Kaufungen mit einem 70 Tonnen Kran angefordert. Doch auch hier gab es Probleme. Das große Spezialfahrzeug konnte auf der schmalen Straße nicht in Stellung gebracht werden. Die Straße war für die Abstützung des Krans einfach zu schmal. Die Mitarbeiter der beiden Abschleppfirmen beschlossen, ein zweites Abschleppfahrzeug in der Straße „In der Selle“, etwa 20 Meter oberhalb des Mühlbaches, aufzustellen. Den steilen Hang hinab wurden Stahlseile gespannt.  

Ein 33-Tonner droht in Malsfeld-Beiseförth in einen Bach zu stürzen: Der Fahrer eines Müllentsorgungsunternehmens hatte sich in der engen Straße verschätzt.

An diese Seile wurden Breitbandgurte angehängt, die um die Trommel des Lkw sowie an der Hinterachse des vierachsigen Fahrzeuges befestigt wurden. Als diese Sicherungsmaßnahmen erfolgt waren, konnte das Abschleppfahrzeug des Schwalmstädter Unternehmens mit der Bergung beginnen.

Müll-Laster droht umzukippen - Hohe Kosten für die Bergung

Ab 20.45 Uhr wurde der Mülllaster Zentimeter für Zentimeter aus der Schieflage befreit und konnte wieder auf die Fahrbahn gezogen werden. Gegen 21.30 Uhr war das Fahrzeug soweit wieder auf festem Boden, dass keine Gefahr mehr bestand. Wie ein Sprecher der Bergungsunternehmen sagte, dürften sich die Kosten allein für die Bergung im fünfstelligen Eurobereich bewegen. Ob und wie hoch der Schaden an dem Müllfahrzeug ist, dazu konnten noch keine Angaben gemacht werden. Auch an der Straße, der Böschung und dem Bachlauf entstanden Schäden.

Der Fahrer des Entsorgungsfahrzeuges war davon ausgegangen, dass am Ende des Mühlweges auch noch eine Restmülltonne stand, doch dies war nicht der Fall. Er hätte also gar nicht so weit in die enge Straße hineinfahren müssen - als er diesen Irrtum bemerkte, war es bereits zu spät. Der Lkw hing schräg an der Böschung zum Bach. (zot)    

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