Malsfeld

Vorfreude auf neuen Spielplatz: Malsfelder sind erleichtert, dass Rittergut-Gelände belebt wird

Noch ist das Rittergut-Gelände (Hintergrund) in Malsfeld leer: Doch noch in diesem Jahr soll dort ein neuer Spielplatz entstehen. Darauf freuen sich die Malsfelder, und mit ihnen der neue Ortsvorsteher Rolf Götzmann.
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Noch ist das Rittergut-Gelände (Hintergrund) in Malsfeld leer: Doch noch in diesem Jahr soll dort ein neuer Spielplatz entstehen. Darauf freuen sich die Malsfelder, und mit ihnen der neue Ortsvorsteher Rolf Götzmann.

Sie haben immer ein Ohr für das, was die Menschen in ihrem Dorf beschäftigt: die Ortsvorsteher. In unserer Serie stellen wir sie und ihre Ziele vor, wie Rolf Götzmann aus Malsfeld.

Malsfeld – Es war lange eines der bestimmenden Themen in Malsfeld: das brachliegende Rittergut-Gelände und wie es genutzt werden sollte. Jetzt haben sich die Pläne endlich konkretisiert, und das freut die Menschen im Ort – auch den neuen Ortsvorsteher Rolf Götzmann.

Besonders groß sei die Vorfreude auf den geplanten Spielplatz, der auf der Freifläche unter anderem entstehen soll. „Eltern aus dem Ort haben die Spielgeräte ausgesucht, die dort stehen sollen, und das ist auch so genehmigt worden“, erzählt der 64-Jährige. Auch Wasserspielplatz-Elemente sind vorgesehen.

Und allzu lange müssen die Malsfelder Kinder wohl nicht mehr auf diesen neuen Ort zum Spielen und Toben warten: „Der Spielplatz muss noch dieses Jahr fertig werden“, sagt Götzmann. Das ist die Bedingung, damit die Gemeinde Fördergeld für die Arbeiten erhalten kann (die HNA berichtete).

Doch nicht immer bieten Bauprojekte in Malsfeld nur Grund zur Freude. So seien beispielsweise die Anwohner der Moyaux-Allee derzeit verärgert und hätten deshalb sogar eine Unterschriftenaktion gestartet, erzählt Götzmann. Der Anlass: ihre Straße wurde saniert – und nun führen dort die Fahrzeuge auf dem glatten Asphalt deutlich schneller als vorher.

Die Anwohner wünschen sich deshalb, dass Pflanzkübel so an der Straße platziert werden, dass sie ein Hindernis für Autofahrer bilden und diese langsamer fahren müssen. „Die Anlieger würden die Pflanzkübel dann selbst pflegen“, erklärt der Ortsvorsteher.

Es sind Anliegen wie diese, mit denen die Dorfbewohner auf Götzmann und die anderen Ortsbeiratsmitglieder – Florian Müller, Bernd Grünhaupt, Erdmute Schirmer, Falk Landesfeind, Heiko Hohmann und Fabian Dethof – zukommen.

„Ich werde oft angesprochen, wenn ich im Ort mit den Hunden spazieren gehe“, sagt er. „Und meine Frau sagt, dass auch unser Telefon jetzt öfter rappelt als früher“, fügt Götzmann hinzu und lacht.

Manchmal, wie im Fall der Moyaux-Allee, kann der Ortsbeirat nicht mehr tun, als das Thema an die Gemeindeverwaltung weiterzuleiten. Doch wo immer es geht, packen die Ortsbeiratsmitglieder selbst mit an. So sollen beispielsweise an den Linden neben dem Gasthaus Jägerhof bald Sitzgelegenheiten entstehen.

Das wünschen sich gerade die älteren Malsfelder schon lange, um etwa auf dem Weg zum Einkaufen einen Platz zu haben, an dem sie verschnaufen können. Die Idee sei nun, Sitzgelegenheiten direkt auf der runden Mauer zu platzieren, die die Bäume umgibt.

„Die Bänke sind bestellt, und wir haben angeboten, sie zu installieren“, sagt der Ortsvorsteher. Wann die Lieferung eintrifft, sei aber leider noch nicht klar.

Unklar ist auch die Zukunft des Malsfelder Gesangsvereins, dessen Vorsitzender Götzmann ist. „Ich habe uns jetzt beim Deutschen Sängerbund abgemeldet, der Verein ruht“, erzählt er. Das Problem sei schlicht, dass der Verein nur noch ein knappes Dutzend aktive Sänger habe – zu wenig, um Auftritte zu gewährleisten.

Der Verein leide unter Nachwuchsmangel: „Unser jüngstes Mitglied ist 60 Jahre alt.“ Jüngere Leute habe man nie fürs Mitsingen begeistern können: „Die mochten unser altes Liedgut nicht.“

Da ist es um die Zukunft des Malsfelder Ortsbeirats besser bestellt. „Wir sind eine bunte Mischung aus Alt und Jung“, sagt Götzmann. „Wir kommen gut miteinander klar.“ Und das sei auch gut so, denn der Ortsbeirat wird gebraucht: „Wir haben genug zu tun hier im Ort.“ (Judith Féaux de Lacroix)

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