Freundschaftsbändchen

Elfershäuserin hat schon 1500 Armbänder geknotet – auch für den Sänger Wolfgang Petry

Freundschaftsbänder sind ihre größte Leidenschaft: Anja Kripko aus Elfershausen hat in ihrem Leben um die 1500 Freundschaftsbändchen geknotet. In ihrer Küche hat sie unzählige Rollen stehen. Auch Schlagerstar Wolfgang Petry trug schon welche von ihren Armbändern.
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Freundschaftsbänder sind ihre größte Leidenschaft: Anja Kripko aus Elfershausen hat in ihrem Leben um die 1500 Freundschaftsbändchen geknotet. In ihrer Küche hat sie unzählige Rollen stehen. Auch Schlagerstar Wolfgang Petry trug schon welche von ihren Armbändern.

Wenn man Anja Kripkos Küche betritt, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Unzählige Rollen mit Freundschaftsbändchen stehen geordnet im Regal.

Elfershausen – Auf dem Tisch liegen Erklär-Bücher und jede Menge Garn. Wenn die 51-Jährige aus Elfershausen von ihrem besonderen Hobby erzählt, ist sie Feuer und Flamme. „Ich habe mit 14 Jahren angefangen, Freundschaftsbändchen zu knoten“, erzählt sie mit leuchtenden Augen.

Und das tut sie bis heute. Bis jetzt hat sie um die 1500 Armbänder von Hand geknüpft. Manchmal verkauft sie die Bänder auf Märkten, manchmal verschenkt sie sie an Freunde oder Arbeitskollegen.

Wolfgang Petry trug Armbänder von Anja Kripko

Sogar Schlagersänger Wolfgang Petry, König der Freundschaftsbänder, trug schon einige von ihren Bändchen. „Das war ein ganz verrückter Zufall“, erinnert sich die Elfershäuserin und lacht. Sie und ihr Mann waren 1999 beim Wolfgang Petry-Konzert im Kasseler Auestadion. Zu dieser Zeit verkaufte Kripko Bändchen in einer Postfiliale in Malsfeld. „Plötzlich sehe ich, wie jemand während des Konzerts Wolfgang Petry welche von meinen Freundschaftsbändchen umbindet.“

Offenbar hatte der Fan die Bändchen in Malsfeld gekauft, um sie dem Schlagerstar zu schenken. „Ich war total aus dem Häuschen und habe mich gefreut“, sagt die DHL-Mitarbeiterin.

Über die Jahre hat sich die zweifache Mutter immer mehr Techniken beigebracht. „Damals gab es noch kein Internet. Ich musste mir Bücher kaufen, um zu lernen, wie die Knot-Techniken funktionieren.“ Ihr erstes Freundschaftsbändchen-Buch hat sie immer noch. „Das habe ich mir mit 18 gekauft. Es hat schon ein bisschen gelitten“, sagt sie und zeigt auf einen Kaffeefleck auf der ersten Seite.

Elfershäuserin will ihr Wissen weitergeben

Mittlerweile besitzt sie Dutzende von Büchern und kann etliche Muster in die bunten Armbänder knüpfen – Punkte, Streifen und sogar kleine Herzen.  Nur Buchstaben klappen noch nicht. „Ich wollte mal meinen Namen in ein Bändchen knoten und bin am Ende daran verzweifelt. Die einfachen Bändchen mache ich mittlerweile in fünf bis zehn Minuten.“ Aber es gebe auch welche, für die sie eine Stunde benötige.

Besonders wichtig ist es ihr, Menschen ihr Hobby näherzubringen. Deshalb war Kripko vor der Pandemie regelmäßig in Kindergärten und Schulen unterwegs. Dort hat sie den Kindern beigebracht, Armbänder zu knoten. „Sowohl Mädchen als auch Jungen fanden das immer toll.“

Von ihren Freunden höre sie oft „Du bist verrückt“. Doch das ist dem 1980er-Jahre-Fan egal. „Für mich ist das Armbänderknoten wie meditieren. Das entspannt mich total.“

Durch Armbändchen gehen Wünsche in Erfüllung

Und da gibt es noch etwas, was Anja Kripko an den Armbändern fasziniert. Eine Geschichte besagt, dass man sich etwas wünschen kann, wenn man ein Freundschaftsbändchen umgebunden bekommt. Wenn es abfällt, geht der Wunsch in Erfüllung. „Das hat bei mir schon geklappt. Ich habe alles, was ich wollte. Eine Familie, ein Haus und einen tollen Job.“ (Clara Pinto)

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