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Zweckverband Mittleres Fuldatal schafft bis zu 1800 Stellen im Gewerbegebiet

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Von: Fabian Becker

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Wächst immer weiter: Vier Unternehmen haben weitere Flächen des Gewerbegebiets Mittleres Fuldatal bei Malsfeld gekauft.
Wächst immer weiter: Vier Unternehmen haben weitere Flächen des Gewerbegebiets Mittleres Fuldatal bei Malsfeld gekauft. © Ruth Brosche

Der Zweckverband Gewerbegebiet Mittleres Fuldatal hat weitere vier Gewerbeflächen verkauft. Dadurch profitierten die beteiligten Kommunen stärker, als geplant.

Malsfeld – „Ein Ziel war, 500 Arbeitsplätze zu schaffen“, sagt der Geschäftsführer Klaus Stiegel. „Doch so, wie es sich entwickelt, könnten wir bei 1700 bis 1800 Stellen landen.“

Die Einnahmen durch die Verkäufe fließen in die Tilgung der Darlehen, die für die Erschließung des Gewerbegebiets bei Ostheim aufgenommen wurden“, sagt Stiegel. 2023 sei der Zweckverband damit schuldenfrei. Für die beteiligten Städte und Gemeinden bleiben dann nur noch etwa 100.000 Euro Umlage jährlich vor allem für das Personal des Zweckverbands und dessen Verwaltung. Derzeit kommen laut Stiegel noch rund 25.000 Euro Zinsen hinzu, die 2023 wegfallen, wenn der Rest des Darlehens, etwas mehr als eine Millionen Euro, abbezahlt sind.

Schon jetzt werde etwa doppelt so viel an die beteiligten Kommunen Melsungen, Felsberg, Spangenberg, Morschen und Malsfeld ausgeschüttet, wie diese zahlten. „257.000 Euro, inklusive Geld für die Leader-Region, zahlen die Kommunen“, sagt Stiegel. „Dem gegenüber stehen 588.000 Euro Gewerbesteuer- und 165.000 Euro Grundsteuereinnahmen.“

Allein in diesem Jahr hätten vier Unternehmen Flächen erworben. „Die Paleno GmbH will dort eine Gewächshaus-Anlage bauen, die Werle Immo GmbH, eine KÜS-Prüfwerkstatt (Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger), und die Alter-Seeds, eine Saatzucht“, sagt der Geschäftsführer. Zudem habe DHL eine weitere Fläche gekauft, die den vorherigen Standort der Firma im Gewerbegebiet vergrößert.

Doch zwei Flächen sind auch aus dem Gewerbegebiet genommen worden: eine in Richtung Elfershausen (12 Hektar) und eine bei Ost-heim (3,6 Hektar). „Dadurch sollen die beiden Ortsteile von der Belastung durch das Gewerbegebiet entlastet werden, zum Beispiel von Lärm“, sagt Stiegel.

Die zur Verfügung stehende Fläche verringert sich damit von rund 86 Hektar auf etwa 70 Hektar. „Rund 20 Hektar stehen noch zum Verkauf.“ Um diese besser zugänglich zu machen, soll bald noch eine Straße erschlossen werden. (Fabian Becker)

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