Medizinische Versorgung soll verbessert werden

Malsfeld sucht weiteren Hausarzt

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Symbolbild

Malsfeld – Die ärztliche Versorgung in Malsfeld soll verbessert werden. Das war jetzt Thema im Gemeindeparlament.

Die Situation

In Malsfeld gibt es zwar noch eine Hausarztpraxis im Ortsteil Beiseförth – allerdings ist der Allgemeinmediziner Helmut Bürger seit 2017 nur noch mit einer halben Stelle in Malsfeld vertreten (die HNA berichtete).

Die Ärztin, die früher in Bürgers Praxis mitgearbeitet hatte, war ausgetreten. Bürger selbst wollte aus gesundheitlichen Gründen beruflich kürzertreten und deshalb keine volle Stelle übernehmen. Die Mörscher Ärztin Dr. Margareta Jung hatte damals den halben Arztsitz von Helmut Bürger übernommen.

Früher gab es in Malsfeld zwei Hausarztpraxen. 2013 hatte der Allgemeinmediziner Dr. Volker Iber jedoch seinen Sitz in Malsfeld aufgegeben und eine eigene Praxis in Melsungen eröffnet.

Der Vorschlag der GL

Die Fraktion Gemeinschaftsliste Hochland-Fuldatal (GL) hatte den Antrag gestellt, dass der Gemeindevorstand mit dem Klinikbetreiber Asklepios MVZ Hessen GmbH Gespräche führen solle. Das Ziel: Der mögliche Aufbau und Betrieb einer Gemeinschaftspraxis in Malsfeld. Vorbild ist Alheim-Heinebach: Dort hatte Asklepios zum 1. Januar dieses Jahres eine Gemeinschaftspraxis übernommen. „Ich sehe hier die Chance, die ärztliche Versorgung in Malsfeld zu sichern“, sagte Fraktionsvorsitzender Lothar Kothe.

Der SPD/FDP-Vorschlag

Einen erweiterten Antrag stellten SPD und FDP: Der Gemeindevorstand solle bis Mitte des Jahres ein Konzept zur medizinischen Versorgung vorlegen. Hierzu solle eine Ausschreibung an Gesundheitsberatungsbüros erfolgen. Zugleich solle ein Förderantrag beim Kreis gestellt werden – denn für die Ansiedlung junger Ärzte auf dem Land könne Fördergeld gezahlt werden.

Der Antrag der GL sei zu eng gefasst, weil er nur auf Gespräche mit Asklepios abziele, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Harald Ziebarth. „Wir sollten uns alle möglichen Optionen offen halten.“ Er berichtete: „Wir haben seit Herbst 2018 Gespräche mit der Regionalgeschäftsführung von Asklepios geführt.“ Es sei darum gegangen, ob Asklepios Interesse habe, sich in Malsfeld an einer Praxis zu beteiligen oder ein Medizinisches Versorgungszentrum zu betreiben. Asklepios habe jedoch derzeit kein Interesse: „Wir müssten hier 1,5 Arztstellen haben“, erklärte Ziebarth. „Für eine halbe Arztstelle wird Asklepios in Malsfeld nicht investieren.“ Ziel müsse sein, einen weiteren vollen Arztsitz zu erhalten und Personal zu rekrutieren. Dem erweiterten Antrag von SPD und FDP stimmten alle Malsfelder Gemeindevertreter zu. 

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