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100 Mädchen spielen beim TSV Obermelsungen: B- bis G- Juniorinnen sind besetzt

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Spielen beim TSV Obermelsungen: Luisa Boll (7, von links) und Sophie Kehl (8) sind zwei der jetzt 100 Mädchen, die in dem Verein Fußball spielen – ein Rekord.
Spielen beim TSV Obermelsungen: Luisa Boll (7, von links) und Sophie Kehl (8) sind zwei der jetzt 100 Mädchen, die in dem Verein Fußball spielen – ein Rekord. © Lena Pöppe

Der TSV Obermelsungen verzeichnet eine Rekordzahl an Spielerinnen. Kürzlich wurde die 100er-Marke von fußballspielenden Mädchen im Verein geknackt. Zudem sind alle Mädchenmannschaften von B- bis G-Juniorinnen besetzt.

Obermelsungen – „Der TSV Obermelsungen bietet Mädchenfußball durchgängig seit 1996 an“, erklärt Trainer Benjamin Boll. Der Erfolg liege hauptsächlich an den Menschen, die den Verein ausmachen. „Wir haben Trainer mit Engagement und Herz für Fußball, lieben den Mädchenfußball und fördern ihn“, sagt Boll. Das Trainerteam sei sehr gut ausgebildet. So habe der Verein vier B-Lizenz-Trainer. Dabei stehe beim Training nicht nur die Leistung, sondern vor allem der Spaß und das Miteinander im Mittelpunkt. „Wenn die Mädchen später sagen, was das für eine schöne Zeit war, dann haben wir alles richtig gemacht.“

Die Mädchenmannschaften des Vereins sind zurzeit erfolgreich: Die D-Juniorinnen stehen auf Platz eins der Kreisliga Kassel, auch die B-Juniorinnen belegen den ersten Platz. „Wenn man dranbleibt und kontinuierlich etwas macht, dann kommt die Leistung von alleine. Und man darf den Spaß dabei nicht vergessen“, erklärt Boll.

Fußball für die Masse und Spaß am Training

Das Ziel des Vereins sei, Fußball für die Masse anzubieten und dass die Spielerinnen und Spieler Spaß am Training haben. Durch die Menge an Spielerinnen werde die Betreuung für die Trainer intensiver. „Flexibilität und gute Vorbereitung sind da wichtig“, sagt Boll. Er ist selbst Trainer der F- und D-Juniorinnen des TSV. „Auch bei Regen und Schnee sind die Mädels bereit, mitzuziehen.“ Er ist stolz auf den Zuwachs in der Mädchenfußballabteilung des TSV: „Man investiert viel Zeit und Energie, natürlich ist man stolz, wenn man merkt, dass das ankommt.“

Luisa Boll (7) und Sophie Kehl (8) spielen in der F-Jugend des TSV Obermelsungen Fußball. Sie kommen beide aus Melsungen. Ihr Trainer ist Benjamin Boll, der Vater von Luisa. Das Trainieren macht ihnen Spaß. Die Mädchen sind seit ihrem zweiten Lebensjahr befreundet und haben mit fünf Jahren mit Fußball angefangen. „Ich spiele Fußball, weil meine Schwester das gemacht hat, und ich es dann auch mal ausprobiert habe“, sagt Luisa. Sophie sei wegen Luisas Erzählungen neugierig geworden und habe dann auch mit dem Fußballspielen begonnen.

Freundschaften knüpfen

Beide sind am Ball geblieben und haben den Sport für sich entdeckt. „Wir spielen Fußball, weil wir Spaß daran haben“, erklären die Freundinnen. Ihre Lieblingsübung sind „Ball Tabs“, bei denen die Spielerinnen abwechselnd und schnell mit den Füßen den ruhenden Fußball berühren. Besonders toll am Fußballspielen finden sie außerdem, dass sie dort Freundinnen treffen und neue Freundschaften knüpfen können.

„Wir haben noch mehr Freundinnen im Fußballteam“, erklären die beiden und zählen ihre Mannschaftskameradinnen auf. Sophie schaut in ihrer Freizeit auch gerne Fußball im Fernsehen. Dennoch antwortet sie auf die Frage, wer ihr Vorbild sei, nicht mit einer Nationalspielerin. „Du“, sagt sie stattdessen und zeigt auf ihren Trainer, Benjamin Boll. Luisa pflichtet ihr bei. „Mein Vorbild sind meine Schwester und mein Vater“, erklärt die Siebenjährige.

Beide seien die Ersten, wenn es ums Tore schießen geht, sagt Benjamin Boll. Obwohl es in der F-Jugend noch kein richtiges Positionsspiel gebe, habe Luisa das Talent zur defensiven Mittelfeldspielerin und zur Spielmacherin. Sophie sei auf dem Weg, eine Flügelspielerin oder Stürmerin zu werden.
(Lena Pöppe)

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