Gelbe Säcke sind Geschichte 

Ab 2020 gibt’s gelbe Tonnen im Schwalm-Eder-Kreis

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Ab 2020 gibt’s gelbe Tonnen im Schwalm-Eder-Kreis (Symbolbild)

Ab Januar 2020 gibt es im Schwalm-Eder-Kreis gelbe Tonnen für den Plastikmüll.

Damit werden die gelben Säcke, die Anfang der 1990er-Jahre eingeführt wurden, weitgehend Geschichte sein. Denn: Es gibt einige Ausnahmen. In den Altstadtbereichen von Melsungen, Fritzlar, Treysa und Ziegenhain werden die gelben Säcke weiterhin verteilt, berichtet Markus Diehl, Geschäftsführer des Abfallzweckverbands Schwalm-Eder. Aufgrund der engen Fachwerk-Bebauung sei dort kein Platz für eine zusätzliche Tonne.

Das hatte die Stadt Melsungen initiiert, teilte Bürgermeister Markus Boucsein gegenüber der HNA mit. „In unseren engen Gassen der Altstadt ist es für viele Bewohner schwierig, eine zusätzliche Tonne aufzustellen.“ Laut Markus Diehl sei jedoch eine flächendeckende Wahlfreiheit „rechtlich nicht durchsetzbar“. Die Bürger können also nicht wählen, ob sie ihren Plastikmüll in eine Tonne oder in Säcke entsorgen wollen.

Gelbe Tonne im Schwalm-Eder-Kreis: Haushalte werden per Flyer informiert

Ab Oktober werden die Haushalte mit Flyern informiert. Die Firma aus dem Siegerland, die die Tonnen herstellt, wird dann auch mit der Verteilung im Schwalm-Eder-Kreis beginnen. Am Einsammel-Rhythmus des Plastikmülls wird sich auch mit der gelben Tonne nichts ändern: Sie wird alle vier Wochen geleert.

Pro Wohneinheit wird es eine 240 Liter-Tonne geben, die einen grauen Körper und einen gelben Deckel hat, teilt Diehl mit. Die Vorteile dieser Tonnen: Sie halten bis zu 25 Jahre, der logistische Verteilungs-Aufwand der gelben Säcke entfällt, und es gibt weniger Verschmutzung in den Straßen. Denn im ländlichen Schwalm-Eder-Kreis gebe es oft Probleme mit Wildbiss, so Diehl: Marder und Waschbären räumen die gelben Säcke aus.

Ein weiteres Argument sei der Umwelt-Aspekt: Pro Jahr wurden im Schwalm-Eder-Kreis bis zu drei Millionen gelbe Säcke verteilt: „Sie wurden produziert, um schnell wieder im Müll zu landen“, sagt Diehl.

Höhere Abfallkosten kommen durch die Einführung der Tonne auf die Einwohner nicht direkt zu: „Wenn wir an der Kasse einkaufen, zahlen wir für das System Grüner Punkt bereits mit“, sagt Diehl. 

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