Eigenanteil von acht Millionen Euro

Abrissarbeiten für Klinikneubau in Melsungen starten

So könnte die neue Klinik aussehen: Diese Baustudie gibt einen ersten Eindruck vom geplanten Neubau. Foto: privat/nh

Melsungen. Mitte 2017 soll die neue Asklepiosklinik in Melsungen ihren Betrieb aufnehmen. Alles im Zeitplan, heißt es aus der Zentrale von Asklepios Nordhessen in Bad Wildungen.

Am Freitag treffen sich Vertreter von Landkreis, Asklepios und Stadt Melsungen zum Spatenstich.

Mit den Abrissarbeiten der ehemaligen Brauerei werde in den kommenden Wochen begonnen, sagte Dr. Dirk Fellermann, Regionalgeschäftsführer von Asklepios. Im Frühjahr werde mit den Gründungsarbeiten für den 20-Millionen-Euro-Bau begonnen. 150 Betten (bisher 100) wird das Krankenhaus haben. Die Zahl der Stellen wird von 109 auf 155 steigen. Gesucht werden Pflegepersonal, Psychologen und ärztliches Personal.

Neben der Anästhesie wird es folgende Abteilungen geben: operative Intensivmedizin, Chirurgie, Innere Medizin, Kardiologie, und Gastroenterologie. Außerdem wird auf erweiterter Fläche die psychiatrische Versorgung für den nördlichen Schwalm-Eder-Kreis untergebracht. Ob die psychiatrische Ambulanz und Tagesklinik von Vitos Kurhessen mit in den Neubau umziehe, stehe noch nicht fest, sagte Fellermann. Bis Mitte 2015 sollen alle nötigen Genehmigungen vom Landkreis vorliegen. Zum Beispiel muss das Gesundheitsamt die geplanten Reinklassen der Operationssäle überprüfen.

Wegen einer Änderung der Förderrichtlinien steigt der Eigenanteil von Asklepios von etwa 6,5 auf acht Millionen Euro. Das Land übernimmt zwölf Millionen Euro.

Ungewöhnliche Hilfe beim Kampf um den Neubau erhielt Asklepios von den Mitgliedern des Freundes- und Förderkreises des Klinikums Melsungen. Der Freundeskreis habe eine gute Rolle gespielt, sagt Fellermann. Beispielsweise habe sich dieser bei politischen Entscheidungsträgern in Wiesbaden für den Neubau stark gemacht und Aktionen wie den Tag der offenen Tür organisiert.

Von Damai D. Dewert

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