Zweiwöchiger Abbruch beginnt am Montag

Abrissparty in der alten Brauerei

Kindheitserinnerungen: Volker Wiegand (links) mit Horst Grebe, der 1938 in der alten Brauerei geboren wurde. Mit im Bild Grebes Nichte Heike Käsemodel (Zweite von rechts) mit ihren Söhnen Torben und Sören sowie Ehemann Jörn.

Melsungen. Die Abbruchparty am Samstag war die letzte Gelegenheit, den großen Gewölbekeller der alten Brauerei mit seinen hohen Decken für eine Party zu nutzen.

Am Montag beginnt der zweiwöchige Abbruch. Die Party-Idee hatte Stefan Sippel, Geschäftsführer der Sippel Bau GmbH, und sie wurde begeistert aufgenommen. Mitarbeiter der Klinik, allen voran der Ärztliche Direktor Dr. Gunter Claus, der Stadtverwaltung und Interessierte kamen, um in den morbiden Charme einer fröhlichen Abbruchfete einzutauchen.

Schräg gegenüber dem Krankenhaus markierten Fackeln Besuchern den Weg zum Eingang in den Gewölbekeller. Im Hof vor dem Eingang loderte Feuer in einer Schale und einer Stahltonne. Alt und Jung tummelten sich im Gang und den größeren, beinahe saalähnlichen Räumen des Kellers des 1898 erbauten Gebäudes.

Als symbolische Geste hatte Vize-Landrat Winfried Becker die offizielle Abbruchgenehmigung mitgebracht. Auch der Asklepios-Regionalmanager Dr. Dirk Fellermann, Melsungens Bürgermeister Markus Boucsein, der Altbürgermeister und Ehrenvorsitzende des Fördervereins des Melsunger Klinikums, Karl-Heinz Dietzel, und das Fördervereins-Gründungsmitglied sowie Nachbar Fritz Hartmann freuten sich über das Beisammensein. Die Sippel-Mitarbeiterin Irina Beck und ihre Freundin Cindy Rudolph kümmerten sich darum, dass die Gäste mit Getränken versorgt wurden. Der Erlös des Würstchen- und Getränkeverkaufs zum Selbstkostenpreis soll dem Nabu gespendet werden.

Auch ein Zeitzeuge war gekommen: Horst Grebe wurde 1938 in der alten Brauerei geboren. Der 76-Jährige berichtete, dass die Großeltern mütterlicherseits in dem Haus lebten. Der Großvater väterlicherseits betrieb in Sichtweite der alten Brauerei einen Betrieb, der Kutschen baute. Der erste Raum links im Gewölbekeller sei im Zweiten Weltkrieg ein Luftschutzbunker gewesen. Grebe berichtete auch von einem Tunnel, der vom Gewölbekeller in die Teichwiesen führte. Das wusste auch Heike Käsemodel, Horst Grebes Nichte: Sie nutzte ebenfalls die letzte Gelegenheit, den Gewölbekeller zu sehen. Unter den Gästen tummelten sich auch die Klinikmitarbeiterinnen Nina Hennighansen (Homberg), Lisa Danner (Guxhagen), Melanie Aubel (Spangenberg) Angitta Busch (Guxhagen), die bald in die neue Klinik umziehen werden, um als Krankenschwestern Patienten zu versorgen. (zal)

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