Bessere Konditionen für Radfahrer

ADFC stellt neues Konzept für den Radverkehr in Melsungen vor 

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Setzen sich für Radfahrer in Melsungen ein: (von links) Vorsitzender der ADFC-Ortsruppe Johannes Heyn, Joachim Kroll und Burkart Meyer-Stagneth.

Melsungen. Die Verkehrssituation für Fahrradfahrer ist in Teilen Melsungens immer noch problematisch.

Das sagt Johannes Heyn, der Vorsitzender ADFC-Ortsgruppe Melsungen. Aus diesem Grund hat der ADFC ein neues Konzept erstellt, das zur Entschärfung einiger Gefahrenstellen dienen soll.

Die meisten dieser Stellen befinden sich zwar außerhalb der Melsunger Innenstadt, erklärt Heyn. Das eigentliche Problem sei es aber, mit dem Fahrrad von den Randgebieten Melsungens in die Innenstadt zu kommen, fügt er hinzu. Das zeigt sich auch in dem bundesweiten Fahrradklimatest, der zweimal im Jahr erstellt wird.

Dort schnitt Melsungen im Herbst 2016 laut ADFC deutlich schlechter ab als noch im Jahr 2014. Das sei eine Resonanz darauf, dass sich in diesen zwei Jahren die Situation des Radverkehrs in der Stadt nicht verbessert habe, bemängelt Heyn. Das Gefühl der Radfahrer, von anderen Fahrzeugen bedrängt zu werden, bestimme nach wie vor die Straßensituation.

Die Bahnhofstraße

Am erheblichsten trete dieses Problem an der Bahnhofsstraße auf, sagt Heyn. Die Einmündung zur Lindenbergstraße sei nicht nur prekär für Radler, sondern auch für Spaziergänger, sagt er. Dort fehle eindeutig eine Querungsmöglichkeit.

Am Huberg

Auch an der Einmündung zum Huberg an der Carl-Braun-Straße sei die Situation kritisch. Dort sei es für Radfahrer zu den Stoßzeiten fast unmöglich, durch den Verkehr zu kommen. Ein Schutzstreifen für Radfahrer sei hier am sinnvollsten, schlägt Joachim Kroll, Mitglied des ADFC, vor. Diese Schutzstreifen würden nicht nur die Sicherheit der Radfahrer erhöhen, sondern auch die der Autofahrer.

Nürnbergerstraße

Eine weitere erhebliche Gefahrenstelle sieht der ADFC an der Nürnbergerstraße, die bis zum Obermelsunger Kreisel führt. Dort existiere kein optimaler Übergang, um anschließend auf den Radweg R1 zu kommen, bemängelt Kroll. Es würde schon ausreichen, an dem vorhandenen Industriezweig eine Zufahrt zum Radweg R1 zugänglich zu machen.

Wenn die Verkehrssituation für Radfahrer verbessert würde, würden deutlich mehr Menschen ihr Rad häufiger nutzen, sagt Kroll. Und die Verbesserungen würden nicht nur die Probleme für Alltagsradler lösen, sondern auch den Fahrradtourismus in der Region ankurbeln, sagt Joachim Kroll.

• Kontakt: Radfahrer, die kritische Punkte in Melsungen ansprechen möchten, können sich per E-Mail an Joachim Kroll wenden: ADFC-hjkroll@adfc-hrse.de.

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