Melsungen

Ärger über Hunde im Tretbecken: Kneippanlage am Melsunger Fulda-Ufer soll erneuert werden

Hunde gehören nicht ins Tretbecken, findet Bärbel Asthalter.
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Hunde gehören nicht ins Tretbecken, findet Bärbel Asthalter.

Auf ihrer Abendrunde am Fulda-Ufer kommt Bärbel Asthalter immer auch am Tretbecken vorbei. Seit ein paar Wochen fällt ihr auf, dass die Anlage als Hundebecken missbraucht wird.

Melsungen - „Wo bleibt denn da die Hygiene“, fragt die 66-jährige Melsungerin, die sich als „echter Bartenwetzer“ bezeichnet. Das fragen sich auch manch andere Passanten, die am Fulda-Ufer unterwegs sind.

Denn auf ihrer Runde trifft Bärbel Asthalter oft Bekannte, schließlich hat sie viele Jahre beim Melsunger Kinderarzt Dr. Zöberlein gearbeitet.

Auch komme das Gespräch auf das Hundeproblem am Tretbecken, berichtet Bärbel Asthalter, „sogar Feriengäste haben mich schon darauf angesprochen“. Dass mal Blätter ins Wasser fallen, sei klar.

Und dass an heißen Tagen auch mal kleine Kinder durchs frische Wasser planschen, ebenso. Aber dass Hunde wie wild durchs Tretbecken springen und von ihren Haltern nicht vom Wasser ferngehalten werden, das ja eigentlich der menschlichen Gesundheit dienen soll, das kann Bärbel Asthalter nicht verstehen.

Am Rand der Anlage steht ein Schild – aber das ist stark verblasst.

Es war mal blau grundiert, die Farbe ist aber mittlerweile so ausgeblichen, dass das Kleingedruckte unleserlich ist. Und der entscheidende Satz am Ende – „Hunde bitte fernhalten (Benutzungsverbot)“ – ist nur schwer zu entziffern.

Dass die Anlage in die Jahre gekommen ist, das ist auch der Stadt Melsungen bewusst. Deshalb habe sich bereits der Magistrat mit dem Thema befasst, teilt Bürgermeister Markus Boucsein auf Anfrage mit.

Das Tretbecken soll aufgearbeitet werden, das hat der Magistrat beschlossen. Ob die Anlage aber komplett erneuert werden soll oder nur neue Fliesen ins Becken kommen und die Umrandung erneuert wird, das steht noch nicht fest.

Aktuell werden die Kosten für eine Sanierung der Tretbeckenanlage ermittelt. „Die Anlage lag lange im Dornröschenschlaf“, sagt Boucsein zu. Früher sei sie oft genutzt worden. Aber dass sie nun oft von Hunden missbraucht werde, habe er noch nicht gehört.

Erst kürzlich sei das Becken gereinigt worden. Außerdem seien kaputte Fliesen ausgetauscht worden. Und es gebe regelmäßig frisches Wasser im Becken, das einen Einlauf und einen Auslauf habe. (Claudia Feser)

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