Ärger über Kanal-Baustelle: Melsunger bemängelt fehlende Auskünfte

Sind sauer: Sascha und Horst Lotzgeselle (von links) kritisieren, dass die Anwohner nicht ausreichend informiert werden, was auf der Baustelle passiert. Das Loch sei nicht richtig abgesichert, sagt Lotzgeselle. Foto: Kamisli

Melsungen. Die Kanalbauarbeiten im Melsunger Stadtgebiet sind für die Anwohner mit Einschränkungen verbunden: Fehlende Parkplätze, Umleitungen und schmutzige Straßen.

Dass es da irgendwann einmal kracht, damit hatte Sascha Lotzgeselle eigentlich schon längst gerechnet. Seit rund um die Waldstraße das Kanalnetz erneuert wird, ginge es öfters mal ziemlich eng zu, sagt der 23-Jährige, der am Dienstag einen Unfall mit einem Baustellenfahrzeug hatte. „Ich verstehe nicht, warum da keine Schilder aufgestellt werden“, sagt sein Vater Horst Lotzgeselle. Für ihn war der Unfall seines Sohnes der Auslöser, um sich an die HNA zu wenden.

Er kritisiert die Beschilderung der Baustelle. Die sei nicht eindeutig, außerdem sei die Baustelle zum Teil nicht richtig abgesichert. Ihn nerve aber vor allem auch, dass man als Anwohner von der Baufirma und der Stadt nicht richtig informiert werde. So sei zum Beispiel die Gartenstraße aufgerissen worden, obwohl auf einem an der Straße gelegenen Parkplatz noch Fahrzeuge standen. Die Fahrer seien nicht informiert worden. „Das ist doch ein Unding“, sagt Horst Lotzgeselle. Auch sei das Wasser ohne Ankündigung abgestellt worden.

„Wir informieren die Anwohner, natürlich auch wenn wir planmäßig das Wasser abstellen“, sagt Bauamtsleiter Martin Dohmann. Er ist sich der Belastung für die Anwohner bewusst. „Natürlich gehen mit so einer Baumaßnahme viele Behinderungen einher“, sagt er.

Doch man habe sich im Vorfeld viele Gedanken gemacht, um die Belastung so gering wie möglich zu halten. Gerade die Waldstraße und die Mittelstraße hätten zusätzlich das Problem, dass es sich um Sackgassen handele. „Wenn da vorne gebaggert wird, kommt man nicht mehr raus“, sagt Dohmann. In der Waldstraße konnte Abhilfe durch eine Abfahrt nach Kehrenbach geschaffen werden.

Bisher habe es auch keine größeren Beschwerden gegeben. Wenn ein Problem auftrete, seien die Vorarbeiter der Baufirmen die ersten Ansprechpartner. Die Stadt als Auftraggeber habe eine Bauleitung vor Ort und auch im Bauamt gebe es einen Mitarbeiter, der sich um die Arbeiten kümmert.

„Wenn jemand ein konkretes Problem hat, dann versuchen wir zu helfen“, sagt Dohmann. Wenn jemand generell mit der Situation unzufrieden sei, sei es schwierig eine Lösung anzubieten.

Von Barbara Kamisli

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