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Ärger über volle Mülleimer in Melsungen – Stadt reinigt täglich

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Von: Damai Dewert

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Nicht immer landet der Abfall im Eimer: HNA-Praktikantin Lena Pöppe wirft am Melsunger Fuldaufer eine Verpackung in den dortigen Mülleimer. Wenn die Behälter voll sind, landet schon mal etwas daneben.
Nicht immer landet der Abfall im Eimer: HNA-Praktikantin Lena Pöppe wirft am Melsunger Fuldaufer eine Verpackung in den dortigen Mülleimer. Wenn die Behälter voll sind, landet schon mal etwas daneben. © Damai Dewert

Am neuen Melsunger Fuldaufer fliegt Abfall herum. Zum Ärger einiger Einwohner. So reagiert die Stadt auf das Problem.

Melsungen – Trotz einer hohen Mülleimerdichte in der Melsunger Innenstadt kommt es regelmäßig vor, dass bestimmte Abfallbehälter voll sind. So zum Beispiel am Ostersonntag. Am Fuldaufer auf den Wassertreppen quoll aus zwei der vier Mülleimer Abfall, berichtet uns ein Leser.

Bauamtsleiterin Nadine Finn bestätigt das. Die Problematik sei, dass in den öffentlichen Mülltonnen teilweise Hausmüll entsorgt werde. So ein Mülleimer sei dann schnell voll. Das gelte auch für sperrige Essensverpackungen wie Pizzakartons, die einen Abfallbehälter schnell verstopften.

Seit vergangenem Sommer gibt es in Melsungen zwei Stadtreiniger. Diese seien unter anderem wegen des neuen Fuldaufers eingestellt worden, berichtet Finn. An der ersten Fuldatreppe stünden beispielsweise drei Mülleimer. Häufig werde nur der Ufernahe benutzt, der sei dann voll und die nur wenige Meter entfernten nicht einmal ansatzweise.

Stadt Melsungen: Mehr Tonnen sind nicht die Lösung

Diese Beobachtung machte auch unserer Leser. Lediglich zwei Mülleimer seien voll gewesen, die Passanten hätten ihren Müll dann neben dem Behälter abgelegt. Der Wind habe die Sachen teilweise in die Fulda geblasen. Zwei Mülltonnen seien aber quasi leer gewesen.

Daher seien mehr Tonnen auch keine Lösung, sagt Finn. „Wenn wir in zehn Metern Entfernung zwei Tonnen aufstellen, liegt trotzdem in der Mitte Müll.“ Am Fuldaufer müsse außerdem alles festgeschraubt oder einbetoniert sein. Alles andere fliege sonst in die Fulda.

Zusätzliche Tonnen bedeuteten außerdem mehr Aufwand. Dazu sei es aber fraglich, ob es einen nennenswerten Nutzen gebe.

Die beiden neuen Stadtreiniger sollen für Sauberkeit in der Stadt sorgen. Das gelinge ihnen grundsätzlich sehr gut. Unterstützt würden sie durch eine Kehrmaschine.

Unschön: Bei gutem Wetter sind die Mülleimer am Fuldaufer schnell voll.
Unschön: Bei gutem Wetter sind die Mülleimer am Fuldaufer schnell voll. © privat

Die Dutzenden Mülltonnen im Innenstadtbereich würden neuerdings montags bis sonntags mindestens einmal täglich geleert. Diese Innenstadtrunde umfasst den gesamten Altstadtkern mit Marktplatz, Kasseler Straße, Brückenstraße, Eisfeld, Schlosspark, Gericht, Müller, Dienstleistungszentrum und der Promenade bis zum Tretbecken. An Wochenenden und Feiertagen werde die Runde nur einmal gemacht – von Montag bis Freitag zum Teil auch mehrfach.

Müll in Melsungen: Auch Friedhöfe sind betroffen

Die Mitarbeiter betreuten außerdem die Außenrunde. Diese umfasse die Stadtteile und die Friedhöfe. Insbesondere dort falle viel Müll an. Vornehmlich Plastik, alte Töpfe und so etwas. Dafür und für Grünschnitt gebe es eigene Behälter. Dort werde der Müll dezentral gelagert und regelmäßig abgefahren. Der Müll aus den städtischen Tonnen umfasse alle zwei Wochen mehrere Container, der im Bauhof gelagert werde, berichtet Finn.

Mit der Aktion #megzuschönfürdreck werbe die Stadt für mehr Eigenverantwortung der Menschen. Es wäre schön, jeder setze sich für eine saubere Stadt ein. Dazu gehöre auch, ein paar Meter in Kauf zu nehmen. Zur Aktion lägen Flyer aus. Die Stadt biete einen kostenlosen Abholservice für Sperrmüll an. Niemand müsse sich die Mühe machen und Sperrmüll vor dem Bauhof abladen, wirbt sie in eigener Sache.

Auch Verschmutzungen können über den Mängelmelder der Stadt gemeldet werden unter melsungen.de (Damai Dewert)

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