Schutz für die Spangenberger

Am Life Balance Campus in Spangenberg werden FFP2-Masken verteilt

Sie organisierten 10 000 Masken: Von links Michael Schümers, Pfarrer im Landetal, Peter Tigges, Bürgermeister von Spangenberg und Achim Jung, Geschäftsführer des Life Balance Campus in Spangenberg.
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Sie organisierten 10 000 Masken: Von links Michael Schümers, Pfarrer im Landetal, Peter Tigges, Bürgermeister von Spangenberg und Achim Jung, Geschäftsführer des Life Balance Campus in Spangenberg.

Am Life Balance Campus in Spangenberg kann sich jeder Spangenberger kostenlos eine FFP2-Masken abholen.

Spangenberg – 10 000 FFP2-Masken hat Achim Jung, Initiator der Aktion und Geschäftsführer des Life Balance Campus, organisiert. Mithilfe der Stadt, der Evangelischen Kirchengemeinden und ortsansässigen Unternehmen werden die Masken finanziert und verteilt.

Seit Montag können sich Spangenberger im Zeitraum von 14 bis 17 Uhr beim Life Balance Campus an der Frühmessergasse eine Maske abholen. Die 25 Mitarbeiter des Wellness-Bades helfen mit und kümmern sich um die Ausgabe. Die Aktion läuft noch bis Freitag.

Die Idee zur Aktion entstand kurz vor dem Beschluss der Bundesregierung, dass im öffentlichen Raum mindestens medizinische Masken getragen werden müssen, sagt Jung. Gemeinsam mit der Initiative „Wir für Nordhessen“ entwickelte Jung die Idee, jedem Spangenberger kostenlos eine Maske zukommen zu lassen. „In so einer schwierigen Zeit muss man Solidarität zeigen. Es geht darum, nicht nur Hilfe anzunehmen, sondern auch Hilfe weiterzugeben“, sagt Jung.

Kostenlose FFP2-Masken für Spangenberger: Unternehmen und Stadt helfen mit

Aber um das Projekt zu realisieren, brauche es Mitstreiter und Helfer. Unterstützung bekommt Jung auch von Michael Schümers, Pfarrer im Landetal. Er war von der Idee begeistert: „Die Aktion zeigt, dass wir uns umeinander kümmern und das ist momentan wichtig.“

Damit auch jeder eine FFP2-Maske erhält, verteilten 70 Helfer der Evangelischen Kirchengemeinden bereits vor Start der Aktion einige Masken an 2800 Haushalte in Spangenberg und im Landetal. Um Kontakte zu vermeiden, warfen die Helfer die Masken in den Briefkasten.

Finanziert werden die Masken unter anderem von 27 Spangenberger Unternehmen. Auch die Stadt Spangenberg beteiligt sich an den Kosten. „Ich finde die Aktion sensationell und ich bin stolz, dass sich die Menschen hier so engagieren“, sagt Spangenbergers Bürgermeister Peter Tigges. Bereits vor einem Jahr initiierten einige Spangenberger einen Solidaritätsfonds, so Tigges weiter. Dieser soll Spangenbergern helfen, die aufgrund der Coronapandemie in finanzieller Not sind. Die Resonanz der Maskenausgabe sei bisher positiv, sagt Jung. Deshalb schließe er auch nicht aus, in Zukunft weitere Hilfsprojekte zu organisieren. (ter)

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