Tiefgarage geplant

An der Bahnhofstraße in Melsungen soll ein Ärztehaus mit drei Praxen entstehen

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Dort soll es hin: Volker Wenz und Friedemann Seitz auf dem Schotterplatz an der Bahnhofstraße. 

Melsungen. Die Melsunger Unternehmerfamilie Seitz investiert zwei Millionen Euro in ein neues Ärztehaus.

An der Bahnhofstraße neben der Aesculap-Apotheke entsteht das dreigeschossige Haus. Im Parterre wird die Praxis des Allgemeinmediziners Dr. Volker Iber einziehen. Die Nutzfläche dort und im ersten Obergeschoss beträgt jeweils 240 Quadratmeter. Für das erste Obergeschoss und das zweite Obergeschoss (150 Quadratmeter) gebe es ebenfalls bereits Interessenten, teilt Friedemann Seitz mit.

Das Haus wird alleinstehend sein, berichtet Architekt Volker Wenz. Eine Anbindung an das bestehende Apothekengebäude sei nicht möglich gewesen. Unter dem Neubau entsteht eine Tiefgarage mit 17 Stellplätzen für Patienten. Die tiefe Gründung hätte die Stabilität der Bestandsgebäude gefährdet. Die Erweiterung wäre außerdem wirtschaftlich nicht sinnvoll gewesen, sagt Wenz.

Der Entwurf sei eng mit der Unteren Denkmalbehörde des Landkreises abgestimmt. So würde beispielsweise das Dach in Richtung Altstadt aus Gründen der Optik mit Ziegeln gedeckt. Für die Gebäude entlang der Gerbergasse bestehe Ensembleschutz.

Die Zufahrt zur Tiefgarage ist ebenfalls aus der Gerbergasse geplant. Von der Bahnhofstraße aus seien wegen der notwendigen Rampe fünf Stellplätze verloren gegangen.

„Unser Wunsch ist es, für unser Ärztehaus einen weiteren Facharztsitz zu bekommen“, sagt Seitz. Denn Ziel des Vorhabens sei es unter anderem, die gute ärztliche Versorgung in Melsungen zu erhalten.

So soll es aussehen: Das neue Ärztehaus an der Bahnhofstraße. Vorne rechts ist ein Teil der Aesculap-Apotheke zu sehen. Foto: privat

Der Baubeginn ist für das erste Quartal 2018 vorgesehen. Mit der Fertigstellung der ersten Praxis rechnet Wenz mit Ende 2018. Trotz der Planungen für ein eigenes Ärztehaus bewertet die Stadt das Vorhaben positiv. „Wir haben uns das Projekt mit dem Magistrat angeschaut“, sagt Bürgermeister Markus Boucsein. Das sei ein tolles Vorhaben. Das Angebot sei keine Konkurrenz, sondern eine sinnvolle Ergänzung.

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