FFP2-Masken ab Dienstag kostenlos

Ansturm auf Masken befürchtet: Apotheken im Landkreis müssen massenhafte Abgabe organisieren

Alexander Schröder, Inhaber der Melsunger Rosen-Apotheke, ist vorbereitet. Im Bild zeigt Schröder im Februar eine einfache Maske, die lediglich die Verbreitung von Aerosolen einschränkt.
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Nicht alle auf einmal: Ab Dienstag gibt es in den Apotheken im Landkreis für Risikopatienten drei FFP2-Masken kostenlos. Alexander Schröder, Inhaber der Melsunger Rosen-Apotheke, ist vorbereitet. Im Bild zeigt Schröder im Februar eine einfache Maske, die lediglich die Verbreitung von Aerosolen einschränkt.

Ausgerechnet zum angekündigten Lockdown erwarten die Apotheken im Landkreis einen Ansturm auf die Geschäfte. Ab Dienstag, so berichtet Dr. Alexander Schröder, könnten Kunden drei FFP2-Masken kostenlos erhalten.

Schwalm-Eder - Allerdings sei die Abgabe nicht ganz klar vom Bundesgesundheitsministerium geregelt, so die Kritik des Inhabers der Melsunger Rosen-Apotheke.. Bezugsberechtigt sind laut Schröder Menschen über 60 Jahre und solche mit Risikoerkrankungen – dazu gehören allgemein Lungenerkrankungen, Herzerkrankungen, Asthma, akute Krebserkrankungen und andere ausgewählte Krankheiten.

„Im Zweifel sollen die Apotheken selbst entscheiden, wer Masken erhält und wer nicht. Ich befürchte, wir werden viel diskutieren müssen.“ Es sei beispielsweise nicht geregelt, ob auch Angehörige und Partner die Masken holen dürften. „Wir haben für unsere Apotheken in Melsungen und Großenritte 20 000 FFP2-Masken geordert. Trotz der vielen Millionen Masken, die in Deutschland aktuell bestellt würden, erwarte er keine Lieferengpässe. Er appelliert daher an alle Kunden, nicht gleich am Dienstag oder Mittwoch zu kommen. Weitere Masken können problemlos nachbestellt werden.

Um den befürchteten Ansturm besser handhaben zu können, habe er eine Bude bei der Stadt angefragt. Aus dieser heraus würde er die Masken dann direkt an die Kunden verteilen. Die Melsunger Apotheker hätten sich darauf geeinigt, die Namen der Bezieher zu notieren. Dies sei zwar nicht vorgeschrieben, sei aber wichtig für Dokumentationszwecke. „Die ganze Aktion ist ein ziemlicher Schnellschuss des Ministeriums“, sagt Schröder. Erst vergangenen Mittwoch seien die Apotheken informiert worden.

Es fehlt auch eine Preisbindung: Am Markt gebe es große Preisunterschiede. Die Apotheken würden lediglich mit einer Pauschale entschädigt. Deren Höhe richte sich nach der Anzahl der im vergangenen Quartal verkauften Medikamente. Es sei daher sinnvoll, dass Kunden ihre Stammapotheke aufsuchten.

Im Januar und Februar verteilen die Krankenkassen ihrerseits Masken an ihre bezugsberechtigten Kunden. Darüber würden diese aber gesondert informiert. Abzuholen seien diese Masken auch in Apotheken.

FFP2-Masken schützen nicht nur andere Menschen, sondern auch den Träger vor einer möglichen Ansteckung. Der Verkaufspreis liegt aktuell bei etwa fünf Euro. (Damai D. Dewert)

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