Anwohner am Huberg gegen Antrag für neuen Wohnraum

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Streitpunkt am Huberg: Wolfgang Göthling von der Bürgerinitiative zeigt, wo nach Meinung der Freien Wähler Mehrfamilienhäuser entstehen könnten.

Melsungen. Die Freien Wähler möchten bezahlbaren Wohnraum schaffen. Am Neuen Friedhof am Sälzerweg sollen freie Flächen Wohnungsbaugesellschaften angeboten werden.

Diese könnten, sagt Gerhard Ludolph, Fraktionsvorsitzender der FWG, dort Gebäude mit anteiligen Sozialwohnungen bauen. „Uns schweben keineswegs große Mehrfamilienhäuser vor. Denkbar wären auch Zweifamilienhäuser mit einer geförderten Wohnung und einer, die jungen Familien zum Kauf angeboten werden könnte.“

Gegen diesen Antrag der Freien Wähler regt sich bei den Anwohnern und einer Bürgerinitiative am Huberg Widerstand.

Bereits vergangenes Jahr scheiterten die Fraktionen von CDU und FWG mit einem Antrag, dort Bauland für bis zu 60 Einfamilienhäuser auszuweisen, am Widerstand der Melsunger. Die Bürgerinitiative „Kein Baugebiet am Sälzer Weg“ hatte mit einer Petition 352 Stimmen gegen dieses Vorhaben gesammelt.

„Uns wird damit eine große freie Fläche zugebaut“, sagt Ursula Diez. Den Anwohnern des Bachfeldes und Hubergs I und II würde die letzte Grünfläche inmitten bereits dichter Bebauung genommen.

„Leider wird auch der Umweltgedanke völlig außer Acht gelassen. Bevor weiterer Boden unwiederbringlich versiegelt wird, sollten alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft werden“, sagt Wolfgang Göthling von der Bürgerinitiative. Mit dem Antrag gingen die Freien Wähler den zweiten vor dem ersten Schritt. Zuerst müsste der Bedarf für soziale Wohnungen ermittelt werden. Ein Konzept für Melsungen und eine kreisweite Kooperation würden derzeit diskutiert. Darauf sollte man warten, kritisiert Diez.

„Für uns steht das Ziel an erster Stelle, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen“, sagt Gerhard Ludolph. 

Ackerland zwischen Wohngebieten: 20 Prozent der Fläche, um die es geht, gehören laut BI der Stadt. Foto/Montage:  Openstreet Maps/Dewert


Termin: Die Bürgerinitiative lädt ein, sich am Dienstag, 22. August, ab 18 Uhr in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses im Dienstleistungszentrum zu informieren.

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