Radweg und Grillhütte auf Agenda

Auf dem Dorfplatz sprudelt’s: In Grebenau sind der Ortskern und die Kirche jetzt schick

Auf dem neuen Dorfplatz: Ortsvorsteher Klaus Döring neben dem neuen Brunnen. Im Hintergrund ist die Sitzgruppe, die ebenfalls neu angeschafft wurde.
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Auf dem neuen Dorfplatz: Ortsvorsteher Klaus Döring neben dem neuen Brunnen. Im Hintergrund ist die Sitzgruppe, die ebenfalls neu angeschafft wurde.

Sie haben immer ein Ohr für das, was die Menschen in ihrem Dorf beschäftigt: die Ortsvorsteher. In unserer Serie Ortstermin stellen wir sie und ihre Ziele in loser Folge vor. Diesmal Klaus Döring in Grebenau.

Grebenau – Klaus Döring hat sich ein Ziel gesetzt. Er will entweder 30 Jahre Ortsvorsteher von Grebenau gewesen sein oder 40 Jahre lang Mitglied im Ortsbeirat.

Ersteres wären noch zwei Jahre, Letzteres vier. „Mir macht die Arbeit als Ortsvorsteher einfach sehr viel Spaß“, sagt der 66-Jährige. Außerdem habe er als Rentner doch viel Zeit. „Ich bin doch eh zuhause.“

In Grebenau herrscht Beständigkeit, zumindest beim Blick auf die Mitglieder des Ortsbeirates. Die haben sich nämlich zur vergangenen Legislaturperiode nicht verändert. „Zum ersten Mal sind es dieselben wie auch die fünf Jahre zuvor“, sagt Döring.

Im Ort hingegen hat sich in den vergangenen Jahren und Monaten viel getan. Während der neue Spielplatz schon vor drei Jahren eingeweiht wurde, ist nun auch endlich die Umgestaltung des Dorfplatzes abgeschlossen – zumindest fast. Denn die Bushaltestelle neben dem Feuerwehr-Schützenhaus wird in nächster Zeit barrierefrei ausgebaut, dann muss ein Teil des Geländes noch erhöht werden, erläutert Döring. Dadurch wird es dann auch einen barrierefreien Zugang zum Feuerwehrhaus geben. Die Umgestaltung des Dorfplatzes kann sich sehen lassen: Die alte Sitzgruppe um die Linde ist verschwunden, eine neue, hübsch geformte steht nun auf der Wiese. Der Höhepunkt des Platzes ist der kleine Brunnen, aus dem das Wasser ganz idyllisch sprudelt. Die Restarbeiten dafür hatte der Guxhagener Bauhof übernommen, da nicht mehr genügend Geld aus dem Regionalbudget für die Landschaftsbaufirma zur Verfügung stand. Durch unvorhersehbare Mehrarbeiten seien die Arbeiten etwas teurer geworden, sagt Döring. Wenn der Ortsbeirat sich im September trifft, soll ein Termin für eine kleine Einweihungsfeier festgelegt werden.

Auch ein paar Schritte weiter erstrahlt etwas in neuem Glanz: Die Lulluskirche ist fertig saniert. Nur noch wenige Restarbeiten, wie beispielsweise die Installation der Außenbeleuchtung, müssen erledigt werden. Sowohl innen als auch außen hat die kleine Kirche eine Rundumerneuerung bekommen: Dach, Technik, Elektrik, Anstrich – alles ist neu. Im Innenraum riecht es sogar noch frisch gestrichen. „Jetzt ist alles viel heller“, sagt Döring, der auch im Kirchenvorstand ist. Denn alles ist jetzt in hellen Grautönen gehalten. Die Konfirmationen aus dem Jahr 2020 und 2021 habe man jetzt auch endlich nachholen können. Die Sanierung soll noch einmal gesondert gefeiert werden, am 19. September.

In Grebenau gibt es eine gefährliche Stelle für Radfahrer. Der R 1 verläuft direkt durch den Ort und führt von der abschüssigen Fuldatalstraße auf den Grünen Weg. „Viele Radfahrer rasen hier runter und gucken gar nicht, ob ein Auto kommt“, sagt Döring. Man müsse diese Stelle dringend entschärfen. Auch der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) hatte sich die Situation vor Ort schon angeschaut und darauf plädiert, den Radweg über einen Feldweg zu führen.

Jedoch habe dieser Vorschlag enormen Gegenwind der Grebenauer ausgelöst. Denn der Feldweg wird von vielen zum Spazierengehen genutzt. Sie befürchten, dass es dort dann mit der Ruhe vorbei sein könnte. Das Ordnungsamt der Gemeinde habe aber zugesagt, sich der Gefahrenstelle anzunehmen, sagt Döring.

Auch die Grillhütte ist dem Ortsbeirat ein Anliegen. Denn dort gibt es weder laufendes Wasser noch einen Stromanschluss. „Mit Wasser kann man sich noch behelfen, aber mit dem Strom ist es ein echtes Problem“, sagt der Ortsvorsteher. Die Gemeinde habe angeboten, ein Stromaggregat zur Verfügung zu stellen, „aber die Dinger sind doch furchtbar laut“.

Die beste Lösung sei, einen direkten Stromanschluss vom Ort dorthin zu legen. Ein Kostenvoranschlag ergab eine Summe von 15.000 Euro. Viele hätten Interesse, die Grillhütte zu mieten, aber wenn sie hörten, dass es keinen Strom gebe, machten die meisten einen Rückzieher. Der Ortsbeirat werde am Thema dran bleiben. Auch, wenn der Wunsch schon etliche Male wieder vom Haushaltsplan gestrichen wurde. (Carolin Hartung)

Kontakt: Klaus Döring, Tel. 05665/3112

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