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Aus für Melsunger Modellflugtag wegen Oktoberfest-Planung

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Von: Damai Dewert

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Viel los: Beim großen Flugtag des Flugmodellsportverein Melsungen kommen schon mal bis zu 1500 Besucher zum Siebenstern und bestaunen die Kunststücke der Piloten.
Viel los: Beim großen Flugtag des Flugmodellsportverein Melsungen kommen schon mal bis zu 1500 Besucher zum Siebenstern und bestaunen die Kunststücke der Piloten. © Arne Plaumann

Der Melsunger Flugmodellsportverein sagt seine große Veranstaltung im September ab. Grund dafür ist das überraschende Stattfinden der Wiesn.

Melsungen – Der runde Tisch der Vereine in Melsungen sollte der besseren Abstimmung untereinander dienen und die Zusammenarbeit perspektivisch verbessern. Es zeigt sich, dass er dringend notwendig ist. Während des runden Tischs in Melsungen erfuhren die Teilnehmer, dass es nun doch ein Melsunger Oktoberfest geben wird.

Die Wiesn soll demnach unter neuer Leitung am ersten Septemberwochenende stattfinden. Ausgerechnet an dem Wochenende, an dem der Flugmodellsportverein Melsungen 1969 (FSM) seinen großen Modellflugtag veranstalten wollte.

Seit 1971 findet der Flugtag mit bis zu 1500 Gästen alle zwei Jahre am ersten Septemberwochenende statt. „Außer 2017 und 2019, da haben wir, in frühzeitiger Absprache mit den Organisatoren des Oktoberfestes jeweils um eine Woche verschoben“, sagt FSM-Vorsitzender Jochen Schumann.

2021 sei die Veranstaltung der Coronapandemie zum Opfer gefallen. „2023 hätten wir gerne wieder einen Flugtag abgehalten, dazu gab es für den Termin am 2. und 3. September auch grünes Licht von den Wiesn-Organisatoren“, sagt Schumann.

Melsunger Wiesn sollte nicht stattfinden

Bis vor wenigen Tagen habe es noch geheißen, dass es dieses Jahr kein Oktoberfest geben würde. Anlässlich der Besprechung der Melsunger Vereine wurde bekannt, dass es am selben Wochenende nun doch eine Wiesn gebe. „Das hat uns sehr überrascht“, sagt der Vorsitzende, „und die Terminplanung komplett zerschossen.“ Denn zwei große Veranstaltungen an einem Wochenende über beide Tage funktionierten nicht.

Selbstverständlich seien sie an einer Absprache zwischen den Vereinen und der Vermeidung von Überschneidungen interessiert und haben geprüft, ob eine Verschiebung des Flugtags, beispielsweise auf eine Woche später möglich gewesen wäre, sagt der FSM-Schriftführer Michael Koch.

„Das ist aus verschiedenen Gründen – insbesondere aufgrund persönlicher Planungen der wenigen Hauptorganisatoren – nicht gelungen.“ Das Zeitfenster für den Flugtag im Außenbereich sei ohnehin sehr eng, da für Zuschauer und Parkplätze abgeerntete Felder Voraussetzung seien, die in der Regel schon kurz nach der Veranstaltung wieder neu bestellt würden. Es werde jetzt wohl nur ein Freundschaftsfliegen geben, bei dem die Parkplätze auf dem Vereinsgelände ausreichen würden.

Wiesn-Veranstalter wussten nichts vom Melsunger Flugtag

„Wir bedauern die Entscheidung des Flugmodellsportvereins sehr“, sagt Jutta Hofmann, Geschäftsführerin der C- und E-Solutions GbR, die den Zuschlag für die Wiesn bekommen hat. Sie habe nichts von dem geplanten Flugtag gewusst. Von der Absage habe sie erst durch den Anruf der HNA erfahren.

Der Termin der Modellflieger sei bisher auch noch nirgends im Veranstaltungskalender der Stadt aufgetaucht. Keinesfalls habe sie mit ihrem Engagement für eine Absage einer so hochklassigen und beliebten Veranstaltung sorgen wollen. Sie werde umgehend auf Jochen Schumann zugehen, um zu schauen, welche Optionen es gebe.

Eine Verschiebung der Wiesn sei leider nicht möglich. Lediglich für das besagte Wochenende gebe es das große Zelt des Verleiher Mario Siebert aus Röhrenfurth, der zugleich auch der Festwirt der Wiesn sei. „Unser Anliegen als regionaler Veranstalter ist es ja gerade, heimischen Vereinen eine Möglichkeit zu bieten, sich zu präsentieren“, sagt Hofmann. (Damai D. Dewert)

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