Bäder im Kreisteil Melsungen: Keine Öffnung in Sicht

Hofft, dass die Freibäder bald öffnen dürfen: Kevin Härtling, Schwimmmeister im Guxhagener Freibad Unter den Eichen. Foto: CArolin Hartung

Melsungen – Ob die diesjährige Freibad-Saison wegen des Coronavirus ins Wasser fällt, steht weiter in den Sternen. Die Vorbereitungen in den Bädern laufen zum Teil bereits. Völlig abgeschrieben hat die Saison noch keiner.

Guxhagen

Viel Hoffnung hat Kevin Härtling. Er ist Schwimmmeister im Freibad Unter den Eichen in Guxhagen. Deswegen laufen im Freibad auch bereits die Vorbereitungen für den Saisonstart. „Wir nehmen den Betrieb in einem Teillastverfahren auf“, erklärt der Schwimmmeister. Bedeutet: Die Heizung bleibt erst einmal aus und nur die Hälfte der Pumpen läuft. Das Schwimmerbecken ist bereits befüllt, das Freizeit- und Nichtsschwimmerbecken liegt noch brach. „Wir müssen derzeit so verfahren, dass wir keine großen Kosten haben, aber auch so, dass die Technik keinen Schaden nimmt.“ Deshalb könne man nicht alles, wo sonst Wasser durchfließt, trocken liegen lassen. „Das geht über den Winter, aber über einen längeren Zeitraum kann das problematisch werden“, sagt Härtling. „Ich hoffe sehr, dass wir öffnen dürfen“, sagt der Schwimmmeister. „Diejenigen, die kommen wollen, sollten auch die Möglichkeit dazu bekommen.“ Sollte das Okay kommen, könnte das Freibad innerhalb von sieben bis zehn Tagen öffnen, sagt Härtling. Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten, sei machbar. Man könne die Besucherzahl beispielsweise über den Verkauf von Online-Tickets begrenzen. „Vielleicht so, dass man Zwei-Stunden-Tickets anbietet. Wir warten auf einen klaren Leitfaden, wie wir vorgehen müssen.“

Felsberg

Die Vorbereitungen für die Freibadsaison im Felsberger Ernst-Schaake-Bad laufen bereits, erklärt Bürgermeister Volker Steinmetz. Natürlich werde das Freibad wegen des Coronavirus nicht sofort wie gewohnt Mitte Mai öffnen können. „Erste Arbeiten fanden bereits im Freibad statt. Wir sind vorbereitet. Aber wir haben nicht damit gerechnet, dass es dann so schnell mit den Lockerungen gehen wird. Damit rückt die Öffnung nun aber immer näher“, sagt er.

Steinmetz hofft auf eine kreisweite Lösung für die Freibäder. Unabgestimmte Alleingänge sollte es seiner Meinung nach nicht geben. „Es wäre nicht zielführend, wenn ein Freibad früher als ein anderes öffnet. Dadurch könnte es beispielsweise zu einem Massenansturm auf nur ein Freibad kommen“, sagt er.

Grundsätzlich befürworte er eine Freibadöffnung. „Unter Einhaltung aller Hygiene-, Zutritt- und Abstandsregelungen finde ich es gut, dass wir den Menschen damit etwas mehr Lebensqualität zurückgeben können – zumal wir nicht wissen, wann Reisen wieder erlaubt sind“, sagt er.

Spangenberg

„Wir stehen in den Startlöchern“, sagt Claudia Schenk, Vorsitzende des Vereins Pro Aqua, der das Spangenberger Freibad betreibt. Innerhalb weniger Tage könne das Bad öffnen. Das Becken ist neu gefüllt, die Technik gewartet. Schenk sagt, man hoffe, dass spätestens ab den Sommerferien wieder ein Badebetrieb möglich sei. „Ich denke, dass viele in diesem Jahr nicht in den Sommerurlaub fahren“, sagt Schenk.

Durch das weitläufige Gelände im Liebenbachbad sei es an normalen Badetage gut möglich, die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten, glaubt Schenk. Man habe überlegt, eventuell die warmen Duschen nicht zu öffnen. Aber vorerst hoffe man hauptsächlich auf Informationen. „Bevor wir die nicht haben, können wir ja kein Konzept entwickeln“, sagt Schenk.

Melsungen

Die Öffnung des Freibades ist in Melsungen bislang kein Thema, sagt Bürgermeister Markus Boucsein. Er habe nicht die Hoffnung, dass es in diesem Bereich bald Lockerungen geben könnte.

Solange die Situation mit dem Virus so sei wie momentan, halte er es auch für richtig, dass die Bäder weiterhin geschlossen bleiben.

Man sehe ja im Alltag, dass sich nicht alle so einwandfrei an die Beschränkungen hielten. Und man könne in einem Freibad ja schwer ordnungsrechtlich gegen diejenigen vorgehen, die die Vorschriften nicht einhalten.

Falls eine Erlaubnis zur Öffnung kommen sollte, sei man aber vorbereitet. „Wir sind auf Standby“, sagt Boucsein. Das Waldschwimmbad könnte dann innerhalb weniger Tage öffnen.

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