Neubau der Kreissparkasse in Melsungen

Kreissparkasse baut für zehn Millionen in Melsungen

 Baggerfahrer Jörg Hellgrebe der Baunataler Firma Schmittger bereitet den Baugrund vor. Dort soll ein neuer Verwaltungstrakt 
der  Kreissparkasse entstehen. Rechts im Bild ein Teil des neuen Parkdecks.
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Die Kreissparkasse baut in Melsungen einen neuen Verwaltungstrakt neben das neue Parkdeck. Baggerfahrer Jörg Hellgrebe der Baunataler Firma Schmittger bereitet den Baugrund vor.

Dass vor 40 Jahren anders gebaut wurde als heute, wird auf der Baustelle der Kreissparkasse (KSK) in Melsungen deutlich. Dort wird in diesen Tagen der Baugrund für den neuen Verwaltungs- und Konferenztrakt vorbereitet. Dafür muss jede Menge Beton aus dem Boden gebaggert werden.

Melsungen – „Es ist deutlich mehr Beton im Baugrund als erwartet“, sagt Wolfram Nell, Projektleiter der KSK. Als das Gebäude 1978 errichtet wurde, war der Baugrund natürlich schon genauso sandig und voller Kies. Deshalb sei der Boden damals mit Beton aufgefüllt worden. „Das war die ökonomischste Bauweise damals“, sagt Nell. Das, was nicht tragfähig war, sei mit Beton zu einem tragfähigen Fundament aufgefüllt worden.

Heute wird anders gebaut: Weil das Grundstück im Schwemmgebiet in unmittelbarer Nähe zur Fulda liegt, wird der Neubau des Verwaltungstrakts inklusive des benachbarten Parkdecks mit Baupfählen gegründet. 30 Pfähle sind es insgesamt, zwischen neun und zwölf Meter lang. Die tiefere Gründung ist unterm Verwaltungsgebäude, weil dort stärkere Lasten zu tragen sind, schließlich hat der Trakt noch ein Obergeschoss.

Ab Mai oder Juni soll der Rohbau entstehen, im Oktober dann der Innenausbau und Pflasterarbeiten im Außenbereich beginnen. Das neue Gebäude wird 40 Meter länger, als der alte Sparkassen-Anbau sein. Es reicht direkt bis zur Sandstraße und wird dort auch über einen eigenen Eingang zugänglich sein.

Das neue Parkdeck, das seit Oktober steht, wird in etwa die Fläche des Vorgängerbaus haben. Aber die Anzahl der Parkplätze steigt von 75 auf 97, weil es zusätzliche Parkflächen im Untergeschoss des neuen Verwaltungsgebäudes gibt.

In den Neubau investiert die KSK insgesamt zehn Millionen Euro. Bislang sei die Baustelle im Zeitplan, sagt Unternehmenssprecher Ulrich Siebald. Im April 2022 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Dann wird sich der Neubau mit einer zeitgemäßen Architektur in die Bestandsarchitektur eingliedern. Sockel und Parkdeck werden geklinkert als Ziegelbauwerk entstehen. Das sei aufwendig, sagt Projektleiter Nell, aber charakteristisch für das Areal. Am Parkdeck wird es eine Natursteinwand geben. Erd- und Obergeschoss erhalten eine helle Putzfarbe. (Claudia Feser)

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