Großprojekte in Adelshausen

Zwei große Baustellen in Adelshausen: DGH und Ortsdurchfahrt

Ortsvorsteher Wolfgang Fröhlich kippt einen Pelletsack in die neue Heizung des Dorfgemeinschaftshauses.
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Er heizte das DGH: Ortsvorsteher Wolfgang Fröhlich aus Adelshausen musste täglich drei Pelletsäcke in die neue Heizung kippen, bis der Anschluss ans Silo eingebaut war.

Adelshausen – Er will zu Ende bringen, was er angefangen hat. Das Großprojekt DGH-Umbau liegt in den letzten Zügen und am Anfang der neuen Legislaturperiode des neuen Ortsbeirats um Ortsvorsteher Wolfgang Fröhlich. „Ich bin glücklich, dass ich es in meiner letzten Amtszeit zu Ende bringen kann“, sagt der 69-Jährige.

Er wurde im März wiedergewählt und ist damit der einzige parteiunabhängige Ortsvorsteher der sieben Melsunger Stadtteile, wie er betont. Das sei aber kein Problem. „Man muss nur miteinander reden, dann klappt das auch.“

DGH-Umbau

Verhandlungsgeschick und Überzeugungsarbeit waren und sind beim DGH-Umbau nötig. Zunächst schien der Umbau aussichtslos, da schwer finanzierbar. Aber der Ortsbeirat bot eine Aufteilung in vier Bauphasen an. Außerdem steckte er das über Jahre angesparte Ortsteilbudget mehrerer Jahre in das Projekt, und die Adelshäuser leisteten viele Arbeitsstunden. Im Vorfeld übernahmen auch fleißige Helfer das Pflastern des Parkplatzes.

Wegen des Investitionsprogramms Hessenkasse konnte das Geld für die Sanierung nicht über Jahre, sondern in einer Marge ausbezahlt werden. Dank der Zuteilung aus der Hessenkasse konnte das DGH zwar verspätet, aber noch in diesem Jahr fertig werden – von innen. Die Außenfassade soll dann im kommenden Jahr folgen. Das ist dann der 3. Bauabschnitt. Wann und wie der 4. Bauabschnitt, die Sanierung des Feuerwehranbaus, umgesetzt werden kann, dafür ist noch Verhandlungsgeschick und Überzeugungsarbeit zu leisten. So ein großes Bauprojekt wie die DGH-Sanierung im Dorf zu haben, ist eine große Aufgabe für einen Ortsvorsteher. Das klappt nur, weil er im Ruhestand ist. Jeden Donnerstag, 11 Uhr, trifft sich Fröhlich mit Architekt, Bauamt und Baufirmen zur Besprechung. Und zurzeit muss er jeden Tag zum DGH, um drei 14 Kilogramm schwere Säcke in den Heizkessel zu kippen. So lange bis der Kessel ans Silo angeschlossen ist.

Sanierung B 487

Und das zweite große Bauprojekt steht an: die grundhafte Sanierung der Ortsdurchfahrt. Hierfür muss die Bundesstraße ein Vierteljahr voll gesperrt werden. Der Schwerlastverkehr hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen, „auch dank der Industrie in den Pfieffewiesen“. Das sei eine große Lärmbelastung für die Anwohner. Die Woche gehe bereits sonntags ab 14 Uhr los, wenn die ersten Edeka-Laster die Waren ausliefern, damit die Angebote montags im Laden sind. „Wenn die leeren Rübenlaster oder Autolaster fahren, dann ist das ein großes Geschepper“, sagt Ortsvorsteher Fröhlich. Welche Auswirkungen das Bauprojekt auf die Bushaltestelle haben wird, muss noch geklärt werden. „Wir hoffen, dass unsere Busbucht erhalten bleibt.“

Bauplätze

Die Industrie in den Pfieffewiesen sorgt aber auch dafür, dass es in Adelshausen keine Probleme mit Leerstand gibt. Es gibt aber auch kein Baugebiet, das letzte stammt aus den 1990er-Jahren. „Wir haben immer Interessenten, die bei uns bauen wollen, aber es gibt keine Grundstücke.“ Die meisten, die in Adelshausen bauen wollten, mussten in den Nachbarorten heimisch werden. (Claudia Feser)

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