Baugebiet für Röhrenfurth

Röhrenfurth bekommt ein neues Baugebiet nach dem Schwarzenberger Modell.

Die gute Nachricht ist, auch Röhrenfurth bekommt ein neues Baugebiet. Für Bauinteressenten wäre ein weiterführender Antrag von Klaus Bärthel indes die noch bessere Lösung gewesen.

Nach dem am Dienstag verabschiedeten Antrag, wird in Röhrenfurth das Modell angewendet, dass auch in Schwarzenberg zum Einsatz kommt. Wegen der angespannten finanziellen Lage der Stadt sollten Kaufinteressenten 70 Prozent des Kaufpreises inklusive der voraussichtlichen Erschließungskosten bei Unterschrift sofort bezahlen. Die restlichen 30 Prozent werden mit der Erteilung der Baugenehmigung fällig. Die Stadt beginnt mit den Erschließungsarbeiten, wenn 80 Prozent der Baugrundstücke verkauft sind.

Der fraktionslose Bärthel, ehemals SPD-Mitglied, kritisierte, dass das Schwarzenberger Modell nicht 1:1 auf Röhrenfurth übertragbar sei. Es gebe genügend Interessenten für Baugrund in Röhrenfurth. Die Stadt müsse nicht in langwierige Vorfinanzierungen gehen. Bärthel war unter anderem wegen der Haltung der SPD zu den Baugebieten aus der Fraktion ausgetreten.

Kritik gab es prompt vom SPD-Fraktionschef Volker Wagner: Bärthel wolle einfach nicht zur Kenntnis nehmen, dass die Stadt kein Geld habe, zwei Baugebiete für jeweils etwa 600 000 Euro vorzufinanzieren.

Gerhard Ludolph (FWG) forderte die Stadt auf, einfach ein Baugebiet in Röhrenfurth auszuweisen. Das fehlende Geld könne kein Argument sein, da die Baugrundstücke sicher alle zügig verkauft würden.

Timo Riedemann (SPD) rechnete vor, dass bei einem Quadratmeterpreis von 90 Euro und einem 600 Quadratmeter großen Grundstück bei 70 Prozent Vorauszahlung etwa 40 000 Euro anfielen. Geld, das jeder Bauwillige wohl auf dem Konto haben sollte.

Dem Vorschlag von Bernhard Lanzenberger, alle Anträge nochmals in den Ausschüssen zu beraten, folgte die Mehrheit der Fraktionsmitglieder nicht. (ddd)

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