Bauprojekte in Melsungen auf dem Weg

Melsungen. Klinikbau und Ufer-Neugestaltung können beginnen - Fertigstellung nicht vor 2018. Die Melsunger Stadtverordneten haben den Weg frei gemacht für den Klinikneubau an der Kasseler Straße.

In ihrer Sitzung am Donnerstag votierten sie einstimmig für den Bebauungsplan.

Burkhart Meyer-Stagneth von den Grünen kritisierte indes, dass 90 Prozent der zur Verfügung stehenden Fläche überbaut werde und viele Bäume gefällt werden mussten. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn die Asklepios-Gruppe mehr als die vorgeschriebenen Kompensationsmaßnahmen umsetzen würde. Bei künftigen Projekten mit starken Auswirkungen auf die Umwelt sollte man auf einen entsprechenden Umfang bestehen. Wenn das Sozialministerium die Detailplanung freigibt, wird weitergebaut. „Denn erst wenn der Förderbescheid vorliegt, dürfen wir weiterbauen“, hatte Dr. Dirk Fellermann, Asklepios-Regionalgeschäftsführer gegenüber der HNA jüngst geäußert. Mitte 2017 solle die neue Asklepiosklinik in Melsungen ihren Betrieb aufnehmen, so der ursprüngliche Plan.

Umbau Fulda-Ufer beginnt

Ein weiteres großes Bauprojekt haben die Stadtverordneten am Donnerstag auf den Weg gebracht: die Umgestaltung des Fulda Ufers. Kurzfristig wird aus dem Stadtumbau-Programm Fördergeld frei.

Die Stadt muss daher parallel Geld zur Verfügung stellen, um das Geld abzurufen. 380 000 Euro hatten die Stadtverordneten im Haushalt für das Projekt Fulda-Ufer eingeplant. Das Geld reicht aus, um auf das Fördergeld zurückgreifen zu können. Mit dem Geld soll die Planung für die Freiflächen und die bauliche Umsetzung von kleineren Teilbereichen realisiert werden.

Beim hessischen Wirtschaftsministerium wird darüber hinaus geprüft, ob das Projekt für die kommenden zwei Jahre durchfinanziert werden kann. Das Geld stünde dann bis zum Jahr 2020 zur Verfügung (Verwendungszeitraum).

Daraus würde sich folgendes Finanzierungsszenario ergeben. Die Gesamtkosten samt Planungskosten belaufen sich auf 3,6 Millionen Euro.

Mit Fördergeld und Anliegerbeiträgen wären etwa 2,2 Millionen Euro abgedeckt. 1,4 Millionen Euro beträgt der Eigenanteil der Stadt. 600 000 Euro müssten mit einem Darlehen abgedeckt werden, das sich über einen Verkauf des Sandareals Feuerwehr refinanzieren ließe.

Geplant ist eine Fuldapromenade mit Fuldapark und Spiel, Sport und wasserbezogenen Aufenthaltsmöglichkeiten.

Es sei sinnvoll, diese Chance zu nutzen, sagte CDU-Fraktionschef Bernhard Lanzenberger. „Wir sollten die Zuschüsse mitnehmen.“

„Wir sind glücklich, dass es losgeht“, sagte Volker Wagner, SPD-Fraktionsvorsitzender. Schon um die Parkplatzsituation zu lösen, müsse sich etwas bewegen. So muss die Polizei umziehen, damit mit dem Umbau des Sandareals und des Fuldaufers begonnen werden könne. Mit dem Umzug sei aber nicht vor 2017 oder 2018 zu rechnen. Immerhin könne jetzt im Kleinen begonnen werden.

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