Forstamt Melsungen schnitt bei Bundeswaldinventur gut ab – 330 Kubikmeter Holz auf einem Hektar

Best-Noten für Buche und Fichte

Buche und Fichte: Christian-Peter Foet, Leiter des Forstamtes Melsungen, freut sich über die guten Ergebnisse. Beide Baumarten sind im Forstamtsbereich überdurchschnittlich gut vertreten. Foto: Feser

Melsungen. Inventur gibt es in Supermärkten und Fabriken – und in Wäldern. Anstatt jedes Jahr jeden Ast und jede Buchecker zu zählen, werden alle zehn Jahre Stichproben in Deutschlands Wäldern erhoben. Und für das Forstamt Melsungen hat die Stichprobe ergeben: Bei Buchen und Fichten ist das Forstamt top. Zudem wurden die Ziele erreicht: älter, naturnäher, vielfältiger, struktur- und vorratsreicher.

Unser Wald wächst – was logisch klingt, ist eine wichtige Erkenntnis. In den vergangenen zehn Jahren sind 10,5 Kubikmeter Holz pro Hektar Wald hinzugekommen. Und auf einem Hektar wächst so viel, dass eine Familie, bestehend aus Mutter, Vater und zwei Kindern, 33 Jahre lang heizen könnte, rechnet Foet vor. Denn bei uns stehen 330 Kubikmeter Holz auf einem Hektar Wald. Damit liegt der Wald im Forstamtsbereich Melsungen im Bundesdurchschnitt. Zudem gebe es einen hohen Mischwaldbestand.

In den zwölf Revieren des Melsunger Forstamts stehen zu 40 Prozent Buchen (Vergleich zu Hessen: 34 Prozent) und 35 Prozent Fichten (21Prozent). „Das ist das Ergebnis praktizierter Nachhaltigkeit.“ Es habe zwar die Orkane Kyrill (2007) und Xynthia (2010) und diverse Borkenkäferinvasionen gegeben, aber der Wald habe alles gut verkraftet.

In diesem Jahr sei die Aufforstung der Orkan-Lücken abgeschlossen worden. Allein in den Jahren 2011 und 2012 seien jeweils rund 100 Hektar Wald aufgeforstet worden; das entspricht einer Größe von insgesamt 240 Fußballfeldern.

Vielfalt und Vorrat

Ein Ziel der vergangenen Jahre war die Vielfalt. Das sei insbesondere in den Waldgebieten zwischen Melsungen und Spangenberg zu sehen: „Sie dokumentieren am besten den Mischwaldcharakter im Forstamt“, teilte Foet mit. Auch der Waldvorrat steige: Derzeit kommen jährlich 10,5 Kubikmeter Holz pro Hektar hinzu; davon werden 8,5 wirtschaftlich genutzt.

Der finanzielle Überschuss komme unter anderem Waldpädagogik für Schulklassen und Wegeinstandsetzungen zugute.

Von Claudia Feser

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