Besucher dürfen in die Klinik Fritzlar

Fritzlar lockert Besuchsverbot, Melsungen und Schwalmstadt noch nicht

Asklepios-Klinik Melsungen: Dort gibt es eine Isolierstation für Menschen mit infektiösen Krankheiten. 
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Weiterhin kaum Besuche möglich in der Asklepios-Klinik Melsungen

Über Monate durften Patienten im Fritzlarer Hospital und in den Asklepioskliniken in Melsungen und Schwalmstadt fast keinen Besuch empfangen.

Schwalm-Eder - Auf einen Erlass der Hessischen Landesregierung hin wurde das Besuchsverbot nun gelockert, zumindest folgt dem Erlass das Fritzlarer Hospital. In den Asklepios-Kliniken müssen sich die Besucher noch bis mindestens Mitte August gedulden. Aber auch in Fritzlar gelten nach wie vor strenge Regeln. Diese betreffen unter anderem die Anzahl der Besucher, die Besuchsdauer sowie die Möglichkeit zur Nachverfolgung eventueller Infektionsketten. „Wir freuen uns, dass unsere Patienten wieder Besuch empfangen dürfen. Das ist schließlich ganz wichtig für die Genesung“, sagt Dr. Carsten Bismarck, medizinischer Geschäftsführer des Fritzlarer Hospitals. Allerdings mahnt er weiter zu höchster Vorsicht. „Wir tragen nun eine hohe Verantwortung, die Besucherströme zu regeln.“

Mund-Nasen-Schutz, Abstandsregeln und Desinfektion weiterhin unerlässlich

Mund-Nasen-Schutz, Abstandsregeln und Desinfektion seien daher weiterhin unerlässlich. Vor der Lockerung war ausschließlich erlaubt, dass Kinder und Sterbende besucht werden. Laut Bismarck ist das wachsende Unverständnis vieler Angehöriger anderer Patienten immer spürbarer geworden. Doch auch wenn derzeit durchaus von einer kontrollierten Situation gesprochen werden könne, werde man die Lage im Hospital weiterhin genau im Blick haben.

Anders ist es in den Asklepios-Kliniken in Melsungen und Schwalmstadt. Zum Schutz der Patienten und der Mitarbeiter werden die strengen Besuchsregeln noch nicht gelockert, teilt Pressesprecher Mathias Eberenz mit. Denn alleine die Klinik in Melsungen verzeichne täglich bis zu 370 ambulante Patienten, die alle per Fragebogen erfasst werden müssen. Auch Fieber muss bei allen gemessen werden. Damit sei der Empfang bereits dermaßen ausgelastet, dass es nicht möglich sei, auch noch über eine große Menge an Besuchern Buch zu führen. „Wir wünschen uns wirklich eine Lösung, aber derzeit wissen wir nicht, wie wir das bewerkstelligen sollen“, sagt Eberenz. Vor Mitte August seien keine Lockerungen möglich.

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