Bischof: Menschen sollten freien Wohnraum für Flüchtlinge melden

Gut gelaunt vor dem Dekanat Melsungen: Dekan Norbert Mecke, Pröpstin Sabine Kropf Brandau und Bischof Prof. Dr. Martin Hein, von links, nahmen gestern zu aktuellen kirchlichen Fragen in der Region Stellung. Foto: Schaake

Melsungen. Bischof Professor Dr. Martin Hein appelliert an die Menschen in der Region, alle für die Unterbringung von Flüchtlingen geeigneten Räume und Gebäude zu melden.

Die Landeskirche von Kurhessen und Waldeck habe bereits alle kirchlichen Einrichtungen und deren Träger um Unterstützung gebeten, sagte der Bischof am Mittwoch im Melsunger Dekanat am Ende seines viertägigen Besuchs im Kirchenkreis Melsungen.

Seit drei Wochen kümmere sich eine Stabsstelle der Kirche um freie Pfarrhäuser und Wohnungen. Es seien bereits Familien in Pfarrhäusern untergebracht. Der Bischof: „Wenn Vereine nicht mehr in Sporthallen trainieren oder spielen können, schafft das massiven Ärger.“ Die Belegungspläne müssten klar aufeinander abgestimmt werden. Auch in den noch genutzten Kasernen könne Raum für Flüchtlinge geschaffen werden, betonte Bischof Hein: „Wenn uns viele unterstützen, schaffen wir es mit der Kraft des Glaubens.“ Hein hatte auch mit dem Landrat und den Bürgermeistern über die Probleme gesprochen.

Dekan Norbert Mecke sagte, man sei an einem Punkt angekommen, „wo es weh tut, wenn man nicht mehr in die Sporthalle kann“. In Wolfershausen zum Beispiel habe das kirchliche Engagement zur Unterbringung von Flüchtlingen schon begonnen, als mit den heutigen Auswirkungen noch nicht zu rechnen gewesen sei.

Von Manfred Schaake

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