51 Feuerwehrleute im Einsatz

Brand bei Melsungen: Schwarzer Rauch und Funken steigen aus Schornstein auf

In Kehrenbach hat am Samstag ein Schornstein gebrannt.
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In Kehrenbach hat am Samstag ein Schornstein gebrannt.

Im Melsunger Stadtteil Kehrenbach hat es am Samstag gebrannt. Eine Nachbarin bemerkte schwarzen Rauch und Funken, die aus einem Schornstein aufstiegen.

Kehrenbach - Dicker schwarzer Rauch und Funken stiegen am Samstag, kurz nach 14 Uhr, aus einem Schornstein in der Kehrenbachstraße im gleichnamigen Melsunger Stadtteil. Eine aufmerksame Nachbarin hatte das gesehen und sofort die Hausbewohner gewarnt und die Feuerwehr alarmiert. Die drei Bewohner konnten unverletzt aus dem Fachwerkhaus kommen. Die Rauchabführung von einem Festbrennstoffofen war verstopft. Der Glanzruß, der sich an den Innenwänden des Schornsteins gebildet hatte, glühte. Es bestand die Gefahr, dass sich an Rissstellen im Schornstein Glutnester bildeten und es zu einem Gebäudebrand kam. 

In Kehrenbach hat es am Samstag gebrannt. 51 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Als die ersten Einsatzkräfte wenige Minuten nach dem Alarm an der Brandstelle ankamen, brannte der Schornstein immer noch. Sofort ging der Angriffstrupp unter Atemschutz zum Erkunden in das Gebäude. Vor dem Haus wurde eine Löschwasserversorgung aufgebaut. Von dem Trupp, der im Gebäude eingesetzt war, kam die Rückmeldung, dass das gesamte Dachgeschoß und auch eine Küche eine Etage tiefer sehr stark verqualmt waren. An allen relevanten Stellen in dem Gebäude standen Feuerwehrleute mit Pulverlöschern in Bereitschaft. Messungen mit der Wärmebildkamera ergaben an den Schornsteinwänden Temperaturen von über 200°C. Mit einen Hochdrucklüfter wurde der Rauch aus dem Gebäude geblasen. 

Brand in Kehrenbach: 51 Feuerwehrleute im Einsatz

Vom Korb der Drehleiter aus wurde mit Schornsteinfegerwerkzeug die Verstopfung beseitigt. Der teilweise noch glühende Ruß wurde von der Reinigungsklappe im Keller des Gebäudes in Schuttmulden gefüllt. Die unter Atemschutz im Keller arbeitenden Feuerwehrleute gaben die gefüllten und stark rauchenden gefüllten Mulden durch einen Kellerschacht ins Freie. Dieser Weg war zwar sehr kraftraubend, aber beim Transport durch das Treppenhaus wäre das gesamte Haus verraucht worden. 

Insgesamt waren 51 Einsatzkräfte der Wehren aus Kehrenbach, Kirchhof, Günsterode und Melsungen, sowie eine Streifenwagenbesatzung der Polizei Melsungen und der zuständige Schornsteinfegermeister an der Einsatzstelle. Die Einsatzleitung hatte Melsungens Stadtbandinspektor Patrick Metz. Das Gebäude blieb bewohnbar, lediglich im Dachgeschoß trat noch eine Geruchsbelästigung auf. (Helmut Wenderoth)

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