Mitarbeiter geben Geld für Kreißsaal-Umbau in Koudougou

B. Braun spendet für Melsunger Partnerstadt in Burkina Faso

Kreißsaal des Krankenhauses in Koudougou/Burkina Faso nach dem Umbau
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Nach dem Umbau: Mithilfe der Rest-Cent-Spende der B. Braun-Mitarbeiter wurde der Kreißsaal des Krankenhauses in Koudougou/Burkina Faso umgebaut. Nun sorgen einzelne Abteile für mehr Privatsphäre.

Dank Spenden von B.Braun-Mitarbeitern konnte die Geburtsstation am Krankenhaus in der Melsunger Partnerstadt Koudougou in Burkina Faso umgebaut werden.

Melsungen/Koudougou – Das erste Baby, das in der neuen Geburtsstation in der Melsunger Partnerstadt Koudougou in Burkina Faso geboren wurde, ist ein Junge. Die Geburtsstation konnte mithilfe der Rest-Cent-Spende von B. Braun-Mitarbeitern umgebaut werden. Im Jahr 2019 haben Mitarbeiter an den Standorten in Melsungen, Tuttlingen und Berlin die Centbeträge hinterm Komma auf ihrer monatlichen Lohnabrechnung gespendet.

Das erste Baby im neuen Kreißsaal geborene Baby: Issaaka und seine Mutter Ruth Zongo.

Es kamen 22.387 Euro für das Projekt „Geburtshilfe“ in Koudougou zusammen.

Damit war Ruth Zongo, die Mutter des kleinen Issaaka, die erste Mutter, die ein Baby im neuen Kreißsaal zur Welt bringen konnte. Das war am 17. Juni um 19.24 Uhr. Vor allem für die werdenden Mütter ist der Umbau eine große Erleichterung.

Als Christiane Heinecke-Porstmann und Alexander Schmidt vom Städtepartnerschaftsverein Melsungen das letzte Mal in der westafrikanischen Stadt Koudougou waren, haben sie auch das Krankenhauses „Hôpital de L’Amitié“ besucht.

Die beiden Kreißsaale waren „in einem erbärmlichen Zustand“, berichtete Christiane Heinecke-Porstmann nach der Rückkehr. Vier Pritschen standen dicht an dicht im Raum, der 30 Quadratmeter groß war. Vier weitere Pritschen standen in einem zweiten Kreißsaal. Die Liegen waren schmal, zu kurz und heruntergekommen. Zwischen ihnen war nur so viel Platz, dass die Hebamme durchpasste. Für sie gab es noch einen Stuhl und einen Schreibtisch im Raum. Eine Metalltür führte zur Toilette, „die nicht sauber ist“.

Der eine Kreißsaal wird nicht mehr als solcher genutzt. Der Zweite wurde vergrößert, weil das Gebäude erweitert wurde. Nach dem Umbau hat die Geburtsstation sechs separate Abteile, die mehr Privatsphäre für die Gebärenden bieten sollen. Jedes Abteil hat einen eigenen Sauerstoffanschluss. Außerdem gibt es zwei separate Toilettenräume.

Die neuen Liegen, für die die Spende nicht mehr gereicht hatte, wurden von der schweizerischen Stiftung Zoodo gespendet. So konnte der Krankenhausdirektion ein komplett neu eingerichteter Kreißsaal übergeben werden. Mittlerweile hat sich auch der Gesundheitsminister des Landes bei einem Besuch von dem Umbau überzeugt.

Lage der Melsunger Partnerstadt Koudougou in Burkina Faso

Dass die Sanierung dringend nötig war, zeigen auch die Geburtszahlen: Im Jahr kommen im Durchschnitt 4000 Babys im „Hôpital de L’Amitié“ auf die Welt.

Zum Vergleich: Im Schwalm-Eder-Kreis waren es im vergangenen Jahr 1138 Babys.

In Koudougou gab es seit dem Umbau auch schon Mehrlingsgeburten. Einmal kam bereits ein Zwillingspärchen zur Welt. Und am 29. Juni gab es dann Vierlinge in einer Spontangeburt: drei Mädchen und ein Junge.

Als Dankeschön für diese Spende steht vor dem Kreißsaal nun eine bunte Bank mit der Aufschrift: „Vielen Dank Belegschaft der B.Braun in Melsungen, Tuttlingen und Berlin“. (Claudia Feser)

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