Hamburger Künstler erstellt Kunstwerk an Melsunger Löwe-Kreuzung

Bronzeplastik für den Löwe-Kreisel in Melsungen

Die Skizze stammt von Künstler Thomas Jastram und zeigt drei Arbeiter an einem Fachwerkbau
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Für die Bronzeplastik am Löwe-Kreisel in Melsungen hat Künstler Thomas Jastram diese Skizze erstellt.

Bald bekommt Melsungen einen neuen Hingucker. Denn auf dem Löwe-Kreisel an der Feuerwehr soll endlich ein Kunstwerk aufgestellt werden. Das wagten manche schon gar nicht mehr zu glauben.

Melsungen - Vor zehn Jahren wurde der Kreisel auf der früheren Löwe-Kreuzung gebaut. Strom, Wasser und Abwasserleitungen wurden vorsorglich gelegt. Für die künstlerische Gestaltung der markanten Kreuzung hatte die Stadt im Jahr 2013 dann einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem Ideen gesammelt werden sollten.

Der Gewinner-Vorschlag konnte aber nicht gebaut werden, weil eine praktische Umsetzung des Vorschlags zu teuer gewesen wäre. Laut Bürgermeister Markus Boucsein lagen die Kosten bei rund 120 000 Euro. Der Haupt- und Finanzausschuss entschied sich dagegen, und das Thema wurde erst mal auf Eis gelegt. Denn es wurde festgelegt, dass sich die Stadt mit maximal 50 000 Euro an einem Kunstwerk für den Kreisel beteiligt.

Jetzt machte ein Melsunger Unternehmer, der namentlich nicht in der Zeitung genannt werden möchte, der Stadt einen Vorschlag: Er wolle Geld für die Kreiselgestaltung spenden und werde Kontakt zu einem befreundeten Künstler vermitteln. „Darüber sind wir sehr dankbar“, sagte Boucsein, „die Gelegenheit wollen wir gerne nutzen.“

Der Künstler ist Thomas Jastram, 61. Der Bildhauer hat ein Atelier in Hamburg und wurde an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden ausgebildet. Er arbeitet häufig mit Bronze und wurde mehrfach ausgezeichnet. Er hat beispielsweise im Jahr 1994 den „Prix des Portraits“ von der Akademie der schönen Künste in Paris verliehen bekommen.

Eine grobe Skizze für das Kunstwerk am Kreisel hat er bereits angefertigt. Der Arbeitstitel: Fachwerkbau und Zimmerleute bei der Arbeit – weil Melsungen eine Fachwerkstadt ist und viele Menschen den Kreisel auf dem Weg zu ihrer Arbeit passieren.

Das vier Meter hohe Werk besteht aus drei Figuren, die an einem Turm arbeiten, der an die Fachwerkbauweise der Melsunger Altstadt erinnern soll. Ein Arbeiter steht auf dem oberen Querbalken, einer in der Mitte und ein Dritter begutachtet das Geschehen von unten aus. Das Kunstwerk wird in Bronze gegossen und auf einem Betonsockel stehen. Es soll auf angestrahlt werden, Boucsein geht von einer dezenten Beleuchtung aus.

Die Kosten der Bronzeplastik werden mit 90 000 Euro kalkuliert, 50 000 Euro hat der Melsunger Geschäftsmann gespendet, den Rest übernimmt die Stadt. (Claudia Feser)

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